Liebe Mitbürgerinnen,
liebe Mitbürger,

ich heiße Sie herzlich willkommen und freue mich über Ihr Interesse am CDU-Gemeinde­verband Kranenburg! Unsere Gemeinde zählt derzeit rund 10.340 Bürger*innen. Der Gemeindeverband Kranenburg ist in die fünf Ortsverbände Kranen-burg/Wyler, Frasselt, Schottheide, Nütterden und Mehr/Niel/Zyfflich gegliedert. Gerne stehe ich Ihnen für Fragen rund um die Gemeinde Kranenburg und die CDU hier vor Ort zur Verfügung.

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  • Unsere Positionen
  • Wohnbauflächen+
    • Aufgrund des prognostizierten Bevölkerungswachstums setzt sich die CDU für die bedarfsgerechte Ausweisung weiterer Baugebiete ein. Neben Ein- und Zweifamilienhäusern sind nach Bedarf auch Reihenhäuser vorzusehen. Die Errichtung von Mehrfamilienhäusern, meist durch private Investoren umgesetzt, bietet sich insbesondere in den Innenbereichen der Ortschaften Kranenburg und Nütterden an. Mit der Ausweisung neuer Baugebiete, der Erschließung dieser Gebiete durch die Gemeinde und schließlich dem Verkauf der Baugrundstücke zu günstigen Preisen wird insbesondere jungen Familien die Möglichkeit geboten, bezahlbaren Wohnraum zu schaffen. Darüber hinaus setzt sich die CDU für eine begrenzte bauliche Entwicklung in den Ortschaften zur Nutzung durch die Dorfbevölkerung ein. Erste Beschlüsse für die Ortschaften Wyler und Mehr sind bereits durch Anträge der CDU gefasst.
  • gewerbeflächen und einzelhandel+
    • Nach den Prognosen im überarbeiteten Regionalplan Düsseldorf besteht für die Gemeinde Kranenburg bis zum Jahr 2037 ein Bedarf an Gewerbeflächen von 9 ha. Die Erweiterung des Gewerbegebietes „Im Hammereisen“ in Nütterden ist somit überfällig und muss nach den Vorstellungen der CDU zügig umgesetzt werden. Neuansiedlungen sind ebenso erforderlich wie eine Perspektive für unsere Bestandsunternehmen. Jeder Arbeitsplatz ist ein Mehrwert für unser Gemeinwohl und bietet auch der Jugend eine Perspektive vor Ort. Daneben bleibt die Stärkung des Einzelhandels gerade in Zeiten des Onlinehandels ein Dauerthema der Wirtschaftsförderung. Durch die Ausweisung von Einzelhandels­flächen in unmittelbarer Nähe zum historischen Ortskern verfügt Kranenburg für seine Bürger*innen über eine hervorragende Versorgungsstruktur für Produkte des täglichen Bedarfs. Die CDU überlegt, wie die Funktion der Großen Straße auch aus städtebaulicher Sicht neu zu gestalten ist. Vorstellbar wäre durchaus, diese Räumlichkeiten auch für eine wohnbauliche Nutzung zu öffnen.
  • Infrastruktur und Tourismus+
    • In den nächsten Jahren fließen dank vorausschauender Infrastrukturpolitik der CDU viele Fördermittel nach Kranenburg. Dadurch können dringend notwendige Investitionen, die die Gemeinde aus eigenen Haushalts­mitteln alleine nicht stemmen kann, vor­genommen werden. Die Maßnahmen, die die Wohnqualität der Bürger*innen sowie die Attraktivität für einen touristischen Aufenthalt in der Gemeinde Kranenburg deutlich erhöhen werden, wurden stets von der CDU gefordert. Als solche setzt sich die CDU ein für ein neues Feuerwehrgerätehaus in Kranenburg mit Rettungswache, die Grundsanierung und Modernisierung des Bürgerhauses in Kranenburg, eine ansprechende Marktplatzgestaltung, Dorferneuerungsmaßnahmen in den Ortschaften, Ausbau und Aufwertung der Fuß- und Radwege, Verbesserung der Taktung des ÖPNV in der Fläche und Förderung der Nahmobilität, Sanierung von Wirtschaftswegen und eine Verkehrsentlastung der Ortschaften Wyler und Kranenburg durch die Anbindung Tiggelstraße/B9.
  • landwirtschaft+
    • Landwirtschaftliche Kleinbetriebe prägten viele Jahrzehnte die Kulturlandschaft zwischen Rhein und Reichswald. Der europäische Binnenmarkt, die weltweite Globalisierung und das sich wandelnde Nachfrageverhalten der Konsumenten ließen die Struk­tur der kleinen landwirtschaftlichen Familienbetriebe hinter sich. Moderne landwirtschaftliche Unternehmen mit höchst effizienten und arbeitsteiligen Produktionsmethoden haben das traditionelle Berufsbild des Landwirts abgelöst. Der heutige Landwirt ist Betriebswirtschaftler, Energiespezialist, IT-Fachmann, Landmaschinenmechatroniker, Arbeitgeber und natürlich Landwirt. Die CDU unterstützt die landwirtschaftlichen Betriebe in dem eigenen Bemühen, Konflikte zwischen Naturschutz und Landwirtschaft zu überwinden. Landwirte verdienen gerechte Preise für ihre Erzeugnisse. Außerdem benötigen landwirtschaftliche Betriebe alternative Einnahmequellen wie z.B. die Möglichkeit des sanften Tourismus. Diese Themen wird die CDU auch im Dialog mit den Landwirten angehen.
  • Bildung+
    • Im Herzen Europas ist für Kranenburg das deutsch-niederländische Miteinander eine riesige Chance. Die CDU sieht die geografische Lage als Ausgangspunkt einer internationalen deutsch-niederländisch geprägten Bildungslandschaft. Nachdem die Kranenburger Grundschulen saniert und ausgebaut wurden, geht es jetzt um eine gute personelle und digitale Ausstattung unserer Kindertagesstätten, Grundschulen und der euregio realschule vor dem Hintergrund der integrativen und inklusiven Möglichkeiten. Die CDU nimmt diese Herausforderungen im Bildungssektor unserer Gemeinde ernst und an. Denn jeder Euro, der in die Bildung fließt, wird mehrfach zurückfließen.
  • integration+
    • Kranenburg lebt multikulturell! Noch nie waren in Kranenburg so viele Bürger*innen aus so vielen verschiedenen Nationen zu Hause wie heute. Die CDU-Kranenburg möchte das „Wir“ in unserer Gemeinde stärken. 
Unser Ziel ist es, unabhängig von der Nationalität Unterstützung anzubieten und das bürgerschaftliche Engagement für Integration zu stärken.
  • vereine und ehrenamt+
    • Was wäre Kranenburg ohne Vereine und kirchliche Organisationen und die vielen Menschen, die sich dort ehrenamtlich en­gagieren? Vereine leben vom ehrenamtlichen Engagement. Unsere Gesellschaft wird immer älter, und die jungen Menschen haben große Herausforderungen zu schultern. Ihnen obliegt neben der Arbeit die Fürsorge für die Familie, die Kinder und die Senioren. Es wird immer schwieriger, Menschen für die Übernahme ehrenamtlicher Tätigkeiten zu gewinnen. Eine Gemeinde ohne Vereine ist aber für die CDU unvorstellbar. Vereine schaffen Zusammenhalt und Gemeinschaft. Über Vereine finden Neubürger*innen Anschluss und werden in die Gesellschaft integriert. Hier kommen Menschen miteinander ins Gespräch. Hier bildet sich „Heimatgefühl“. Aus diesem Grund setzt sich die CDU seit Jahren für die Förderung der Vereine ein und unterstützt die Vergabe des jährlichen Heimatpreises. Wir sehen es als eine Zukunftsaufgabe an, gesellschaftliches Engagement zu unterstützen und das Ehrenamt zu stärken.
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  • Fraktion

Markus Deppe

Alter: 41

Geburtsort: Kranenburg

Wohnort: Kranenburg

Berufliche Qualifikation: Vermessungs­techniker





Hobbys: Gartenarbeit, Lesen, Karneval, Vereinsarbeit


Wahlbezirk: 50

E-Mail:
markus.deppe@cdu-kranenburg.de

Hans-Ulrich Heiden

Alter: 59

Geburtsort: Kleve

Wohnort: Nütterden

Berufliche Qualifikation: Polizeibeamter, Diplom Verwaltungswirt




Hobbys: Politik, Geschichte, Wassersport, Lesen


Wahlbezirk: 100

E-Mail:
hans-ulrich.heiden@cdu-kranenburg.de

Dr. Berta Heins

Alter: 63

Geburtsort: Westerende-Kirchloog bei Aurich
Wohnort: Kranenburg-Mehr
Berufliche Qualifikation: Promovierte Diplom Agrar-Ingenieurin, Berufsschul-lehrerin (Biologie/Garten-bau, Politik), langjährige Verwaltung eines mittel-ständischen Unternehmens
Hobbys: Pflege meines Gartens, Reise­begleiterin Studienreisen des ev. Kirchenkreises Kleve

Wahlbezirk: 120

E-Mail:
berta.heins@cdu-kranenburg.de

Josef Ingenbleek

Alter: 58

Geburtsort: Kleve

Wohnort: Nütterden

Berufliche Qualifikation: Bürokaufmann





Hobbys: Lesen, Sport, Reisen



Wahlbezirk: 90

E-Mail: josef.ingenbleek@cdu-kranenburg.de

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    Günther Janßen

    Alter: 53

    Geburtsort: Kranenburg

    Wohnort: Zyfflich

    Berufliche Qualifikation: Bürokaufmann,Fachargrar-wirt Land­technik, Garten-Landschaftsbau, Erd- und Kanalarbeiten, Wartung voll­biologische Kleinklär-anlagen

    Hobbys: Blasmusik im Musikverein Zyfflich, Zyfflicher Kirchen­vor­stan­d, Schützengilde



    Wahlbezirk: 132

    E-Mail: guenther.janssen@cdu-kranenburg.de

    Joachim Janßen

    Alter: 60

    Geburtsort: Kranenburg

    Wohnort: Kranenburg

    Berufliche Qualifikation: Diplom-Finanzwirt






    Hobbys: Heimat fördern, Schullandschaft im deutsch-niederländischen Kontext fördern, politische Arbeit vor Ort aktiv gestalten, Reisen

    Wahlbezirk: 20

    E-Mail: joachim.janssen@cdu-kranenburg.de

    Christian Kersten

    Alter: 56

    Geburtsort: Kranenburg

    Wohnort: Kranenburg

    Berufliche Qualifikation: Berufsschullehrer (Studiendirektor)





    Hobbies: Musizieren, Gärtnern, Fahrradfahren





    Wahlbezirk: 10

    E-Mail:
    christian.kersten@cdu-kranenburg.de

    Josi Kersten

    Alter: 57

    Geburtsort: Kranenburg

    Wohnort: Kranenburg

    Berufliche Qualifikation: Kaufmännische Angestellte






    Hobbys: Oma sein, Fahrrad fahren, Spazierengehen, Handarbeiten, Gärtnern, Puzzeln. Ehrenämter bei den Vereinen „Rock am Kreis“ und „Kranenburger Kirmeskomitee“
    Wahlbezirk: 141

    E-Mail:
    josi.kersten@cdu-kranenburg.de

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      Johannes Krebbers

      Alter: 68

      Geburtsort: Kleve

      Wohnort: Frasselt

      Berufliche Qualifikation: Diplom-Ver­waltungswirt i.R.








      Hobbys: Kommunalpolitik, Gartenarbeit, Fahrradfahren, Natur erleben

      Wahlbezirk: 60

      E-Mail: johannes.krebbers@cdu-kranenburg.de

      Oliver Luerweg

      Alter: 53

      Geburtsort: Bottrop

      Wohnort: Nütterden

      Berufliche Qualifikation: Bankkaufmann, Zertifizierter Datenschutz- und Geldwäschebe-auftragter (TÜV/Dekra), Unternehmer, IT-Consultant, Zertifizierter DATEV-Systempartner



      Hobbys: 2 Söhne, 2 Hunde, eine Gattin und viel Arbeit



      Wahlbezirk: 110

      E-Mail:
      oliver.luerweg@cdu-kranenburg.de

      Dr. Yvonne M. Peters

      Alter: 41

      Geburtsort: Geldern

      Wohnort: Kranenburg

      Berufliche Qualifikation: Promovierte Ökonomin, langjährige Tätigkeit als Dozentin an einer (Fach-) Hochschule, Fachrichtung: Wirtschafts­wissenschaften, insbesondere Marketing, Mitglied im Aufsichtsrat der Volksbank Kleverland eG

      Hobbys: Fahrrad fahren, Badminton spielen, Fußball spielen, lesen, Gartenarbeiten

      Wahlbezirk: 40

      E-Mail:
      yvonne.peters@cdu-kranenburg.de

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      • Kreistag

      Gertrud Kersten

      Alter: 64

      Geburtsort: Kranenburg

      Wohnort: Zyfflich

      Berufliche Qualifikation: Fachlehrerin an Förderschulen und Erzieherin

      Hobbys: Gartenarbeit, Singen im Chor, Reisen, Rad- & Vespa-Fahren, Lesen, Vereins­leben Kreisweit aktiv für Kranenburg

      Wahlbezirk: Gemeinde Kranenburg

      E-Mail: gertrud.kersten@cdu-kranenburg.de

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      • Bildergalerie

      Der neue CDU-Fraktionsraum im alten Bahnhof

      Der Digitalbeauftragte der CDU-Fraktion, Oliver Luerweg, bei der Arbeit

      Landwirte am unteren Niederrhein bangen um ihre Existenz aufgrund von bevorstehenden Gesetzes- und Verordnungsänderungen

      Es soll auch ein Verbot für Nachsaaten bei Fressschäden durch Gänse geben

      Künftig kein Erdgas mehr in Kranenburger Neubaugebieten - Ein Schildbürgerstreich von SPD - Bündnis 90/Die GRÜNEN und Bürgerdialog

      So sieht die Erweiterung des Fachmarktzentrums in Kranenburg künftig aus - der graue Beton verschwindet!!!

      Mit Penny im Norden, Drogeriemarkt Müller in der Mitte und REWE im Süden darf man sich in Kranenburg über ein tolles Warenangebot freuen

      Die "Große Straße" in Kranenburg - digitale Bürgerdiskussion am 14.4.2021

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      • Aktuelles aus Kranenburg

      14.4.2021

      Die "Große Straße" in Kranenburg – digitale Bürgerdiskussion am 14.04.2021

      Annähernd 50 Bürger*innen folgten der Einladung zur Diskussion über die Zukunft der "Großen Straße". Der CDU-Fraktionsvorsitzende, Joachim Janßen gab zu Beginn der Veranstaltung einen kurzen Überblick über die Veränderungen, die im Laufe der letzten 40 Jahre im Zentrum von Kranenburg stattgefunden haben. Die Zeiten, in denen man dort Lebensmittel und Dinge des täglichen Bedarfs kaufte, sind vorbei. Diese Funktion ist lange schon von großen Einkaufszentren übernommen worden. Dies ist in vielen kleinen Städten zu beobachten. Geschäfte stehen leer und es stellt sich die Frage, wie man einer ehemals belebten Straße wieder Leben einhauchen kann.

      Auf Antrag der CDU wurde in der ersten Ratssitzung des neuen Jahres die Erstellung eines städtebaulichen Entwicklungsgutachtens für die "Große Straße" beschlossen. Dabei geht es um die Gebäudenutzungen, um die verkehrliche Situation, um die Gebäudesubstanz, um Abriss und Sanierungen, um Fördermaßnahmen – ja es geht um die Zukunft der Großen Straße. Benötigen wir für die Umsetzung der Ziele eine Stadtentwicklungsgesellschaft? Die CDU möchte Meinungen, Anregungen und Kritik der Bürger*innen abfragen, diskutieren und den beauftragten Gutachtern mitteilen

      Das Ziel:
      Eine belebte, attraktive Straße mit einem vielfältigen Angebot an Dienstleistungen und Gastronomie, mit kleinen Läden, die etwas Besonderes anbieten, mit hübschen Fassaden und einer hohen Aufenthalts- und Wohnqualität. Welcher Weg führt dorthin?

      Meinungen, Ideen und Anregung aus der Diskussionsrunde:

      • Es braucht eine Person, bei der die Fäden zusammenlaufen, - die die Stimmung der Geschäftsleute, der Anwohner und der Besucher von Kranenburg aufnimmt, weiterleitet und deren Umsetzung begleitet. Dazu gehört auch, Gespräche mit Geschäftsinhabern, die sich verändern oder ein Geschäft aufgeben wollen, zu suchen. So können eventuelle Missstände erkannt und wenn möglich aus dem Weg geräumt werden.
      • Es gibt mehrere Themen, die gleichzeitig ins Visier genommen werden müssen. Dazu gehören die Verbesserung der Bausubstanz, die Ausweitung der Angebote aus Wirtschaft und Kultur, eine sinnvolle Verkehrsführung sowie die Schaffung eines allgemein positiven Umfeldes. Um eine Vorstellung davon zu bekommen, wie Kranenburg aussehen könnte, sollten attraktive Städte besucht werden, die eine ähnliche Größe und Struktur aufweisen.
      • Um den Verfall der Bausubstanz zu verhindern, könnte eine Genossenschaft oder Gesellschaft gegründet werden, die zum Verkauf stehende Häuser aufkauft, sinnvoll weiterentwickelt und an geeignete Käufer veräußert.
      • Es sollte ein Gesamtkonzept für die Belebung des Zentrums erstellt werden, in dem auch die o.g. Dinge Berücksichtigung finden.

      Die Große Straße muss wieder attraktiv werden - wir bleiben am Ball!



      12.04.2021

      Erweiterung des Einkaufszentrums "Am Großen Haag"

      Es fragen sich gerade viele Bürger*innen in Kranenburg, ob es bei den grauen Mauern der Erweiterung des Einkaufszentrums in Kranenburg bleibt. Da müssen wir eindeutig Entwarnung geben. Die bauausführende Firma LIST Bau Nordhorn sagt dazu auf Ihrer WEB-Seite:

      Fachmarktzentrum Kranenburg
      In Kranenburg realisiert LIST Bau Nordhorn schlüsselfertig ein 14.900 qm großes Fachmarktzentrum einschließlich Außenanlagen und 180 Pkw-Stellplätzen. Die Gewerbeflächen werden nach Fertigstellung von dem Vollsortimenter REWE, dem Discounter PENNY und der Drogeriekette Müller bezogen. Sie ergänzen somit die bestehende großzügige Einkaufsarena am Standort.

      Das neue Fachmarktzentrum besticht von außen durch das Zusammenspiel von Fassadenbegrünung, großflächigen Glaselementen und Holz. Auch im Gebäudeinneren wird auf den alternativen Baustoff gesetzt. So erhält die Immobilie ein Dachtragwerk aus Holz. Zudem hat LIST Ingenieure bereits zur Angebotslegung ein alternatives und wirtschaftliches Entwässerungskonzept erarbeitet.


      07.04.2021

      Insektenschutz

      Auswirkungen der Änderung des Bundesnaturschutzgesetzes sowie der Pflanzenschutzanwendungsverordnung auf unsere bäuerliche Landwirtschaft in Kranenburg

      Am 23. März 2021 trafen sich Vertreter unserer CDU-Fraktion mit unserem Landtagsabgeordneten Dr. Günther Bergmann und Vertretern der Landwirtschaft zu einem digitalen Gespräch über die geplanten Änderungen zum Insektenschutzpaket.

      Zum Hintergrund:
      Uns erreichten aus der Landwirtschaft vermehrt besorgte Stimmen wegen der geplanten Änderung des Bundesnaturschutzgesetzes und der Pflanzenschutzanwendungsverordnung. Unsere Landwirte bewirtschaften Flächen im Kranenburger Bruch und dem Naturschutzgebiet Düffel. Die Region gehört zu weiten Teilen zur Gebietskulisse des Vogelschutzgebietes „Unterer Niederrhein“. Innerhalb dieses Vogelschutzgebietes befinden sich ausgedehnte Flächen, die zusätzlich dem Naturschutz unterliegen.

      Landwirte, die Flächen in diesem Gebiet bewirtschaften, haben sich bisher auf eine Vereinbarung aus dem Jahre 2010 verlassen können. Darin wurde festgeschrieben, dass ein Verschlechterungsverbot gilt, solange die Landwirtschaft nach den Grundsätzen der guten fachlichen Praxis handelt. Dazu gehören auch Tätigkeiten und Maßnahmen im Einklang mit den Genehmigungen nach der Düngeverordnung. Die geplanten Änderungen aus dem Insektenschutzpaket kollidieren in Teilen mit den Zusicherungen aus der o.g. vertraglichen Vereinbarung. Bei den geplanten Änderungen geht es z.B. um die Festlegung von Gewässerrandstreifen, das Verbot zum Einsatz von Herbiziden und Pflanzenschutzmitteln sowie das Verbot von Nachsaaten bei Fressschäden durch Gänse.

      Das Fazit:

      Die Einbettung der Landwirtschaft in das System Umwelt und Naturschutz muss immer wieder dem neuesten Erkenntnisstand angepasst werden und auch vor dem Hintergrund der Wirtschaftlichkeit gesehen werden. Über das Spannungsfeld zwischen Naturschutz und somit auch Insektenschutz einerseits und Möglichkeiten und Grenzen der bäuerlichen Bewirtschaftung von Kulturflächen andererseits, gab es aufschlussreiche Diskussionsbeiträge. Es wurde deutlich, dass noch eine Menge Aufklärungsarbeit erforderlich sein wird, um alle Beteiligten davon zu überzeugen, für die regionale Landwirtschaft einzustehen. Es muss sich für alle -Landwirtschaft, Naturschutz und Verbraucher - lohnen, dass regionale Landwirtschaft im Rahmen unserer strengen Regeln und Gesetze zur Versorgung mit qualitativ hochwertigen Nahrungsmitteln weiterhin möglich ist. Hier gute Kompromisse zu finden, ist die Herausforderung, der wir uns auch in der Politik stellen müssen.

      06.04.2021


      In Kranenburg kein Erdgas mehr in Neubaugebieten


      Seit dem 18.2.2021 ist es amtlich. Der Rat entschied, dass künftig in gemeindeeigenen Baugebieten, wie jetzt aktuell „Auf dem Poll“ in Nütterden, bei der Wärmeerzeugung die Verwendung fossiler Energieträger nicht mehr zulässig ist. Auf Betreiben der SPD gilt diese Regelung auch für die moderne Gas-Brennwerttechnik. Die neuen Mehrheitsverhältnisse im Rat: SPD-Bürgerdialog-Bündnis90/Die Grünen sorgten mit 9 JA zu 8 NEIN Stimmen (CDU/FDP) für diesen Paukenschlag.

      Regenerativen Energieformen gehört zweifelsfrei die Zukunft. Für eine Übergangszeit benötigen wir aber zumindest noch Erdgas. Wärmepumpen werden mit elektrischer Energie betrieben, die noch zu 40% in Stein- und Braunkohle- sowie in Kernkraftwerken erzeugt wird. Der Einsatz von Wärmepumpen ist also noch lange nicht, wie so oft geglaubt wird, klimaneutral. Das gilt insbesondere solange, wie die Energieerzeugung aus regenerativen Quellen nicht in gleichem Umfang zunimmt wie der Mehrbedarf durch E-Mobilität und Wärmeerzeugung in unserer modernen Gesellschaft dies erfordert.

      Beim Einsatz moderner Gas-Brennwerttechnik, schreibt der Gesetzgeber heute für Neubauten vor, dass 15% des Energiebedarfs mittels regenerativer Energie z.B. Solarenergie erzeugt werden müssen. Selbst in reinen Klimaschutz-siedlungen ist diese Kombination Standard und wird dort von 25 – 40% der Hauseigentümer nachgefragt. Bis unser Strom weitestgehend aus regenerativen Quellen wie Sonne und Wind erzeugt wird, sollte Gas zu Heizzwecken in Neubaugebieten zur Verfügung stehen. Das ist die Position von Fachleuten und auch der CDU vor Ort.

      Kein Ferngas bedeutet auch kein Kochgas! Übrigens hat die Ratsmehrheit, ohne mit dem Geschäftsführer der Energieversorgung Kranenburg Herrn Carlo Marks Rücksprache zu halten, diese Entscheidung getroffen. Mit Verwunderung und Unverständnis bewerten die Verantwortlichen der EVK, dem „Kranenburger Stadtwerk“, das die Gasversorgung in Kranenburg sicherstellt, diese unüberlegte Entscheidung.

      Die EVK wird also ab sofort keine Gasleitungen mehr in Neubaugebieten verlegen – auch nicht für einen späteren Einsatz von Wasserstoff. Wasserstoff ist mittelfristig eine realistische Alternative auf dem Markt der regenerativen Energiemöglichkeiten. Mit der Entscheidung gegen den Einsatz von Erdgas in Neubaugebieten wird eines ganz klar: Die Ratsmehrheit aus SPD-Bürgerdialog-Bündnis90/Die Grünen in Kranenburg verwehrt den künftigen „Häuslebauern“ die Wahlmöglichkeit, den für sie in Betracht kommenden Energieträger zur Wärmeversorgung selbst zu bestimmen. Das ist politische Bevormundung!



      29.03.2021: Das Kranenburger Testzentrum im Bürgerhaus läuft auf Hochtouren auch für niederländische Pendler. Mehr und Öffnungszeiten unter: https://www.kranenburg.de/de/aktuelles/testzentrum-in-kranenburg-oeffnet-am-20.03.2020

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      • Datenschutz Zoom-Konferenzen
      • Hinweise nach ArT. 13 DSGVO+
        • Datenschutzhinweise für Online-Meetings, Telefonkonferenzen und Webinare via „Zoom“ des CDU-Gemeindeverbandes Kranenburg

          Wir möchten Sie nachfolgend über die Verarbeitung personenbezogener Daten im Zusammenhang mit der Nutzung von „Zoom“ informieren.

          Zweck der Verarbeitung:
          Wir nutzen das Tool „Zoom“, um Telefonkonferenzen, Online-Meetings, Videokonferenzen und/oder Webinare durchzuführen (nachfolgend: „Online-Meetings“). „Zoom“ ist ein Service der Zoom Video Communications, Inc., die ihren Sitz in den USA hat. Verantwortlicher:
          Verantwortlicher für Datenverarbeitung, die im unmittelbaren Zusammenhang mit der Durchführung von „Online-Meetings“ steht, ist der CDU-Gemeindeverband Kranenburg.

          Hinweis:
          Soweit Sie die Internetseite von „Zoom“ aufrufen, ist der Anbieter von „Zoom“ für die Datenverarbeitung verantwortlich. Ein Aufruf der Internetseite ist für die Nutzung von „Zoom“ jedoch nur erforderlich, um sich die Software für die Nutzung von „Zoom“ herunterzuladen. Sie können „Zoom“ auch nutzen, wenn Sie die jeweilige Meeting-ID und ggf. weitere Zugangsdaten zum Meeting direkt in der „Zoom“-App eingeben. Wenn Sie die „Zoom“-App nicht nutzen wollen oder können, dann sind die Basisfunktionen auch über eine Browser-Version nutzbar, die Sie ebenfalls auf der Website von „Zoom“ finden.

          Welche Daten werden verarbeitet?
          Bei der Nutzung von „Zoom“ werden verschiedene Datenarten verarbeitet. Der Um-fang der Daten hängt dabei auch davon ab, welche Angaben zu Daten Sie vor bzw. bei der Teilnahme an einem „Online-Meeting“ machen.
          Folgende personenbezogene Daten sind Gegenstand der Verarbeitung:
          Angaben zum Benutzer: Vorname, Nachname, Telefon (optional), E-Mail-Adresse, Passwort (wenn „Single-Sign-On“ nicht verwendet wird), Profilbild (optional), Abteilung (optional) Meeting-Metadaten: Thema, Beschreibung (optional), Teilnehmer-IP-Adressen, Ge-räte-/Hardware-Informationen Bei Aufzeichnungen (optional): MP4-Datei aller Video-, Audio- und Präsentationsaufnahmen, M4A-Datei aller Audioaufnahmen, Textdatei des Online-Meeting-Chats.
          Bei Einwahl mit dem Telefon:
          Angabe zur eingehenden und ausgehenden Rufnummer, Ländername, Start- und Endzeit. Ggf. können weitere Verbindungsdaten wie z.B. die IP-Adresse des Geräts gespeichert werden. Text-, Audio- und Videodaten: Sie haben ggf. die Möglichkeit, in einem „Online-Meeting“ die Chat-, Fragen- oder Umfragefunktionen zu nutzen. Insoweit werden die von Ihnen gemachten Texteingaben verarbeitet, um diese im „Online-Meeting“ anzuzeigen und ggf. zu protokollieren. Um die Anzeige von Video und die Wiedergabe von Audio zu ermöglichen, werden entsprechend während der Dauer des Meetings die Daten vom Mikrofon Ihres Endgeräts sowie von einer etwaigen Videokamera des Endgeräts verarbeitet. Sie können die Kamera oder das Mikrofon jederzeit selbst über die „Zoom“-Applikationen abschalten bzw. stummstellen. Um an einem „Online-Meeting“ teilzunehmen bzw. den „Meeting-Raum“ zu betreten, müssen Sie zumindest Angaben zu Ihrem Namen machen.

          Umfang der Verarbeitung:
          Wir verwenden „Zoom“, um „Online-Meetings“ durchzuführen. Wenn wir „Online-Meetings“ aufzeichnen wollen, werden wir Ihnen das im Vorwege transparent mitteilen und – soweit erforderlich – um eine Zustimmung bitten. Die Tatsache der Aufzeichnung wird Ihnen zudem in der „Zoom“-App angezeigt. Wenn es für die Zwecke der Protokollierung von Ergebnissen eines Online-Meetings erforderlich ist, werden wir die Chatinhalte protokollieren. Das wird jedoch in der Regel nicht der Fall sein. Im Falle von Webinaren können wir für Zwecke der Aufzeichnung und Nachbereitung von Webinaren auch die gestellten Fragen von Webinar-Teilnehmenden verarbeiten. Wenn Sie bei „Zoom“ als Benutzer registriert sind, dann können Berichte über „Onli-ne-Meetings“ (Meeting-Metadaten, Daten zur Telefoneinwahl, Fragen und Antworten in Webinaren, Umfragefunktion in Webinaren) bis zu einem Monat bei „Zoom“ gespeichert werden. Eine automatisierte Entscheidungsfindung i.S.d. Art. 22 DSGVO kommt nicht zum Einsatz. Rechtsgrundlagen der Datenverarbeitung. Unser Interesse besteht an der effektiven Durchführung von „Online-Meetings“. Im Übrigen ist die Rechtsgrundlage für die Datenverarbeitung bei der Durchführung von „Online-Meetings“ Art. 6 Abs. 1 lit. b) DSGVO, soweit die Meetings im Rahmen von Vertragsbeziehungen durchgeführt werden. Sollte keine vertragliche Beziehung bestehen, ist die Rechtsgrundlage Art. 6 Abs. 1 lit. f) DSGVO. Auch hier besteht unser Interesse an der effektiven Durchführung von „Online-Meetings“. Empfänger / Weitergabe von Daten Personenbezogene Daten, die im Zusammenhang mit der Teilnahme an „Online-Meetings“ verarbeitet werden, werden grundsätzlich nicht an Dritte weitergegeben, sofern sie nicht gerade zur Weitergabe bestimmt sind. Beachten Sie bitte, dass Inhalte aus „Online-Meetings“ wie auch bei persönlichen Besprechungstreffen häufig gerade dazu dienen, um Informationen mit Interessenten oder Dritten zu kommuni-zieren und damit zur Weitergabe bestimmt sind. W

          eitere Empfänger:
          Der Anbieter von „Zoom“ erhält notwendigerweise Kenntnis von den o.g. Daten, soweit dies im Rahmen unseres Auftragsverarbeitungsvertrages mit „Zoom“ vorgesehen ist.

          Datenverarbeitung außerhalb der Europäischen Union:
          „Zoom“ ist ein Dienst, der von einem Anbieter aus den USA erbracht wird. Eine Ver-arbeitung der personenbezogenen Daten findet damit auch in einem Drittland statt. Wir haben mit dem Anbieter von „Zoom“ einen Auftragsverarbeitungsvertrag geschlossen, der den Anforderungen von Art. 28 DSGVO entspricht. Ein angemessenes Datenschutzniveau ist zum einen durch den Abschluss der sog. EU-Standardvertragsklauseln garantiert. Als ergänzende Schutzmaßnahmen haben wir ferner unsere Zoom-Konfiguration so vorgenommen, dass für die Durchführung von „Online-Meetings“ nur Rechenzentren in der EU, dem EWR bzw. sicheren Drittstaaten wie z.B. Kanada oder Japan genutzt werden.

          Ihre Rechte als Betroffene/r:
          Sie haben das Recht auf Auskunft über die Sie betreffenden personenbezogenen Daten. Sie können sich für eine Auskunft jederzeit an uns wenden. Bei einer Auskunftsanfrage, die nicht schriftlich erfolgt, bitten wir um Verständnis da-für, dass wir ggf. Nachweise von Ihnen verlangen, die belegen, dass Sie die Person sind, für die Sie sich ausgeben. Ferner haben Sie ein Recht auf Berichtigung oder Löschung oder auf Einschränkung der Verarbeitung, soweit Ihnen dies gesetzlich zusteht. Schließlich haben Sie ein Widerspruchsrecht gegen die Verarbeitung im Rahmen der gesetzlichen Vorgaben. Ein Recht auf Datenübertragbarkeit besteht ebenfalls im Rahmen der datenschutzrechtlichen Vorgaben. Löschung von Daten Wir löschen personenbezogene Daten grundsätzlich dann, wenn kein Erfordernis für eine weitere Speicherung besteht. Ein Erfordernis kann insbesondere dann bestehen, wenn die Daten noch benötigt werden, um vertragliche Leistungen zur erfüllen, Gewährleistungs- und ggf. Garantieansprüche prüfen und gewähren oder abwehren zu können. Im Falle von gesetzlichen Aufbewahrungspflichten kommt eine Löschung erst nach Ablauf der jeweiligen Aufbewahrungspflicht in Betracht. Beschwerderecht bei einer Aufsichtsbehörde Sie haben das Recht, sich über die Verarbeitung personenbezogenen Daten durch uns bei einer Aufsichtsbehörde für den Datenschutz zu beschweren.

          Änderung dieser Datenschutzhinweise:
          Wir überarbeiten diese Datenschutzhinweise bei Änderungen der Datenverarbeitung oder bei sonstigen Anlässen, die dies erforderlich machen. Die jeweils aktuelle Fassung finden Sie stets auf dieser Internetseite.

          Stand: 31.03.2021
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      • Termine

      April

      29.04.2021

      Donnerstag
      17:15 Uhr

      Haupt- und Finanzausschuss in der Veranstaltungshalle auf dem Wolfsberg

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      Bewegen
      • Haushaltsrede 2021
      • Haushaltsrede für das Haushaltsjahr 2021+
        • Sehr geehrter Herr Bürgermeister
          sehr geehrte Ratskolleginnen und –kollegen
          sehr geehrte Damen und Herren der Verwaltung
          liebe Bürgerinnen und Bürger


          Inhaltsverzeichnis

          Corona hat uns fest im Griff
          Kommunalwahlkampf 2020
          Neue Mehrheitsverhältnisse im Kranenburger Rat
          Bewertung des Kranenburger Haushaltes für 2021
          Politische Arbeit der CDU-Fraktion
               Stabile Steuern und Gebühren
               Kreative Wohnbauentwicklung
               Zukunftsweisendes Waldstraßenquartier
               Bezahlbarer Wohnraum in den Kranenburger Ortschaften
               Verantwortungsvolle Beiträge zum Klimaschutz
               Die CDU setzt auf den Austausch mit den Bürger*innen
               Das "Integrierte Handlungskonzept"
               Ausbau der Rad- und Fußwege zur Sicherheit der Bürger*innen und als Baustein für den
               sanften Tourismus
               Kernanliegen der CDU, die "Große Straße" in Kranenburg
               Die Erweiterung des Einkaufszentrums "Am Großen Haag"
               Erweiterung des Gewerbegebietes an der "Römerstraße"
               Ein Campingplatz für Kranenburg - Die Nachfrage stimmt
               Die Vereinsarbeit muss wieder anlaufen
          Die CDU-Fraktion in eigener Sache
          Ein Dankeschön für die Verwaltung
          Die CDU-Fraktion stimmt der Haushaltssatzung für 2021 zu

          Corona hat uns fest im Griff

          alle 100 Jahre eine Pandemie, 1720 die Beulenpest, 1820 die Cholera, 1920 die Spanische Grippe und jetzt das Corona-Virus – so könnte ich die Verschwörungstheorien anheizen. Das möchte ich aber ganz und gar nicht. Zumal diese Daten recht willkürlich zusammen-gestellt sind und außer Acht lassen, dass es in der Menschheitsgeschichte immer kleinere und größere Pandemien gab.

          Im Gegenteil möchte ich eine Lanze für alle brechen, die sich aktiv einbringen. Das sind die Politiker, die täglich um die richtigen Entscheidungen ringen, das sind die vielen Menschen in den Krankenhäusern und sozialen Einrichtungen, die unermüdlich bis am Rande der Erschöpfung arbeiten, um Leben zu retten und um Zeichen der Hoffnung zu setzen und das sind die Familien und alleinerziehenden Väter und Mütter, die trotz beruflicher Anspannung ihre Kinder im Lock-Down betreuen und sinnvoll beschäftigen. Ich denke aber auch an die Menschen, die aufgrund der Corona-Maßnahmen in Kurzarbeit leben, keiner Beschäftigung nachgehen können, um ihre Existenz bangen und nicht wissen, wie es weitergehen soll. Hier ist der Staat gefordert, die existenzielle Grundsicherung zu gewährleisten.

          Corona hat uns seit Anfang März 2020 fest im Griff und begegnet uns in allen Lebenslagen, selbst in unseren Träumen. Jeder versucht seinen Corona-Frust zu verarbeiten und Licht am Ende des Tunnels zu sehen. Alle wissen, dass nur ein wirksamer Impfstoff hilft und soziale Kontakte vermieden werden müssen. So warten die meisten von uns auf zurückgehende Inzidenzen und Reproduktions-Werte, Begriffe, die uns vor einem Jahr noch völlig fremd waren.

          Völlig unverständlich sind für mich die Corona-Leugner, die immer noch ohne Maske umherirren und unter Missachtung der AHA-Regeln ihre abstrusen Ideen verbreiten. Als Zeuge einer Kundgebung auf dem Rostocker Marktplatz im August 2020 musste ich erleben, wie ein Rädelsführer seinen rund 200 Anhängern zurief: „Frau Merkel, wo sind denn die 1 Millionen Toten, die Sie uns versprochen haben“? – Frenetischer Applaus seiner Anhänger. Bei mir kam Wut und Ohnmacht auf, ob dieser menschenverachtenden Äußerungen.

          Unsere wehrhafte Demokratie muss diese fehlgeleiteten Menschen wohl aushalten. Hier hilft es nur, immer wieder den Finger in die Wunde zu legen und zu erklären, dass die Solidarität mit den Familien, die Corona Tote zu beklagen haben und dass die Solidarität gegenüber den Schwachen, Kranken und Senioren in unserem Land, die ganz besonders unter Corona Angst leiden uns alle einen sollte.

          Die Vernunft ist bei weit mehr als 70% der Bevölkerung vorhanden und das stimmt mich zuversichtlich, auch diese für uns alle schlimme Zeit zu überwinden.

          Kommunalwahlkampf 2020

          Schnell war allen Verantwortlichen in der nordrhein-westfälischen Kommunalpolitik im Frühjahr 2020 bewusst, dass es coronabedingt keinen normalen Kommunalwahlkampf geben würde. Auf Kundgebungen, Saalveranstaltungen und Gespräche im Hausflur musste weitgehend verzichtet werden. Die CDU entschloss sich auch aufgrund der ruhigeren Infektionslage in den Sommermonaten zur Durchführung von Informationswanderungen im Gemeindegebiet, um ihre künftigen Vorstellungen zur Zukunft Kranenburgs auf den unterschiedlichen Politikfeldern zu erklären. Mit dabei war stets der
          CDU-Bürgermeisterkandidat Ferdi Böhmer.

          Nach 16 Jahren der erfolgreichen Arbeit des Vorgängers Günter Steins schaffte es Ferdi Böhmer im ersten Wahlgang die Nachfolge als Bürgermeister anzutreten. Damit war das Hauptziel der CDU erreicht.

          Ein populistischer Wahlkampf der neuen Initiative Bürgerdialog, die aufgrund der Dis-kussion zum Baugebiet Hasenpütt durch eine Hetzkampagne des ehemaligen SPD Fraktionsvorsitzenden Manfred Maas ihre Initialzündung bekam, mit den Parolen „Weg mit der Hinterzimmerpolitik, Mehr Transparenz, Gegen Parteienfilz und Für mehr Bürger-beteiligung“ verfing und bescherte der Gruppierung drei Mandate im neuen Rat der Gemeinde Kranenburg. Auch der allgemeine Hype um Bündnis 90/Die Grünen aufgrund der „Klimadebatte und Fridays for Future“ schlug sich im Kranenburger Wahlergebnis nieder.

          Fazit: Jeweils zwei Mandate weniger für SPD und CDU, ein Mandat weniger für die FDP und zwei Mandate mehr für Bündnis 90/Die Grünen.

          Was hat die CDU in Kranenburg falsch gemacht, dass gerade ihr die Wähler*innen wegliefen, oder aber ihre Wähler*innen gar nicht zum Wahllokal gingen?

          Die Zeiten sind vorbei, dass am Niederrhein CDU gewählt wurde, weil es eben die Adenauer-Partei war, die Deutschland unter dem Wirtschaftsminister Ludwig Erhard von 1949 – 1963 das Wirtschaftswunder bescherte. Der katholische Niederrhein wählte eben CDU. Die politische Welt ist aber bunter geworden. Die Bürger*innen neigen dazu, den etablierten Parteien einen Denkzettel zu verpassen, wofür auch immer. Die Kernenergie war die Geburtsstunde der Grünen, Die Wende bescherte uns die Linken, Euro und Flüchtlings-krise machten die AFD stark. Offensichtlich verstanden es die Platzhirsche CDU, SPD und FDP nicht, das breite Themenportfolio und die Ängste der Bürger*innen in Ihren Parteiprogrammen aufzunehmen.

          In den Kommunen machten sich am Niederrhein Bürgerparteien auf den Weg in die Rathäuser und sorgen zusätzlich für eine größere Fraktionenvielfalt.

          Neue Mehrheitsverhältnisse im Kranenburger Rat

          Mit knapp 40% der Wählerstimmen ist die CDU in Kranenburg im neuen Rat seit dem 1.11.2020 die stärkste politische Kraft geblieben. Zusammen haben die übrigen Fraktionen aber erkannt, dass sie, sollten sie einheitlich an einem Strang ziehen, die Fäden im Kranen-burger Ratssaal in der Hand halten. So wurden bereits gemeinsam personelle Entschei-dungen getroffen und ein weiterer Fachausschuss mit der Bezeichnung Ausschuss für Bürgeranliegen und Strukturfragen gegen den Willen der CDU errichtet. Die CDU argumentiert, dass inhaltlich der Planungs- und Umweltausschuss sowie der Hauptausschuss hätten aufgewertet werden können.

          So gibt es aber einen neuen Ausschuss, der zunächst einmal dem Bürger für den Ausschuss-vorsitz Geld kostet. Es ist außerdem nicht zu erkennen ist, welchen Zusatznutzen er haben soll. Ganz im Gegenteil, wenn er nur bis zu viermal jährlich tagen soll, so das Bekenntnis des neuen Ausschussvorsitzenden Jürgen Franken, halbieren sich die Möglichkeiten der Bürger*innen, ihre Anliegen in einem Ausschuss, das war bisher der Finanz- und Haupt-ausschuss, der achtmal tagte, sich offiziell mit Anliegen an den Rat zu richten.

          Die CDU erkennt, dass sie in der neuen Oppositionsrolle – sie hat 11 von 28 Mandaten inne – weiterhin gute Politik für die Bürger*innen in der Gemeinde Kranenburg und für die Gemeinde Kranenburg machen muss. Diese Politik muss sie den Bürger*innen offensichtlich besser erklären.

          Außerdem ist es keineswegs so, dass die Fraktionen SPD, Bündnis 90/Die Grünen und Bürgerdialog, die zusammen über 15 Mandate verfügen, inhaltlich an einem Strang ziehen werden. Die jüngsten Ausschussentscheidungen zeigten deutlich, dass innerhalb des Bürgerdialogs und der Bündnis/Grünen keine einheitliche Linie besteht.

          Bewertung des Kranenburger Haushaltes für 2021

          Zur Bewertung des Haushaltsplans 2021 und der politischen Arbeit vor Ort, ist zunächst einmal festzustellen, dass uns das Corona Jahr 2020 noch einen Jahresüberschuss in Höhe von 470.000,00 Euro bescheren wird, so dass die Schatztruhe der kommunalen Verfügungs-masse zum 31.12.2020 mit rund 7,4 Mio Euro Ausgleichsrücklage gefüllt sein wird.

          Natürlich wird das Jahr 2021 aufgrund der coronabedingten Wirtschaftskrise erhebliche Einnahmeausfälle u.a. für die gesamte kommunale Familie NRWs, das sind 396 Städte und Gemeinden, mit sich bringen. Weniger Gewerbesteuer, weniger Schlüsselzuweisungen, weniger Einkommensteueranteile etc. – Insoweit hilft ein Landesgesetz, das dafür sorgt, dass eine Bilanzierungshilfe in Höhe von knapp 600.000,- € das Jahresergebnis des Kranenburger Haushaltes entsprechend besser aussehen lässt. Erst in 2024 wird sich die Kommune entscheiden müssen, wann die Bilanzierungshilfe ergebnismindernd dargestellt werden soll. Bilanzkosmetik in dieser Form erinnert an den Wirecard-Skandal. In diesen Zeiten ist es aber ein legales Instrument, das Kommunen vor dem Haushaltssicherungs-konzept bewahrt. Davon ist Kranenburg dank solider Haushaltspolitik der CDU in den letzten 20 Jahren auch ohne Bilanzierungshilfe noch weit entfernt.

          Trotz Bilanzierungshilfe ist im Haushaltsplan für 2021 nach Berücksichtigung der knapp 60 Anträge, die die Fraktionen im Rat der Gemeinde im Rahmen der Haushaltsberatungen vortrugen, insgesamt ein strukturelles Defizit in Höhe von ca. 1.024.065,- € zu erwarten, das die Ausgleichsrücklage belasten wird. Es sei an dieser Stelle angemerkt, dass die Fraktion Bürgerdialog keinen eigenen Antrag zum Haushalt 2021 gestellt hat und somit zum einen dokumentiert, dass sie mit der Arbeit der Gemeindeverwaltung und des Bürgermeisters Ferdi Böhmer sehr zufrieden ist und zum anderen, dass sie offensichtlich trotz aller Bekun-dungen im Wahlkampf keine eigenen politischen Vorstellungen verfolgt. -

          Politische Arbeit der CDU-Fraktion

          Stabile Steuern und Gebühren

          Die CDU-Fraktion setzt sich seit jeher für stabile Steuern und Gebühren ein. Hierzu gehören die Grundsteuer und die Gewerbesteuer, die in 2021 keine Erhöhung erfahren. Bis auf kleine Cent-Beträge bleiben auch die Abwasser- und die Abfallgebühren sowie die Gebühren für die Straßenreinigung und den Winterdienst stabil. Die CDU wird sich auch künftig dagegen wehren, haushaltspolitische Wagnisse einzugehen, die nur mit einer massiven Erhöhung der Grundsteuer zu stemmen wären.

          Kreative Wohnbauentwicklung

          An der Entwicklung von weiteren Baugebieten in der Gemeinde Kranenburg scheiden sich offensichtlich die Geister. SPD und Grüne setzen auf Innenverdichtung, Mietwohnungsbau und „Jung kauft Alt“ und sperren sich gegen neue Baugebiete. Was spricht eigentlich dagegen, einer Nachfrage - der Verwaltung liegen zurzeit über 160 Anträge vor - nach zu kommen, die insbesondere das Siedeln junger Familien mit Kinderwunsch entspricht. Das Kranenburger Modell, das seit Jahrzehnten erfolgreich ist, bedeutet, Flächenankauf durch die Gemeinde, Baureifmachung und Erschließung durch die Gemeinde und Abverkauf günstigen Baulandes an meistens kaufwillige junge Ehepaare und Familien. Diese Strategie stellt für alle eine Win-Win- Situation dar. Der Grundstücksverkäufer versilbert seine „Reserve“-Flächen, Der Grundstückserwerber erwirbt günstiges Wohnbauland, die Gemeinde erwirtschaftet einen Grundstücks- und Vermarktungsgewinn, die heimische Bauwirtschaft profitiert durch den Wohnungsbau, was Arbeitskräfte in Lohn und Brot hält und die gemeindlichen Einrichtungen wie Kindertagesstätten, Schulen und Einzelhandel freuen sich über Nachwuchs und Kundenzunahme. Die CDU hält an dieser Siedlungsstrategie, die auf den allseits prognostizierten Einwohnerzuwachs für Kranenburg setzt, fest und ist für die Ausweisung neuen bezahlbaren Wohnbaulandes, wie z.B. im Kranenburger Süden und im Nütterdener Osten.

          Zukunftsweisendes Waldstraßenquatier

          Das bedeutet nicht, dass die Innenverdichtung vernachlässigt werden sollte. Geradezu ein Leuchtturmprojekt ist das geplante Waldstraßenquartier. Planer und ein Kranenburger Investor haben das Umfeld der ehemaligen Warengenossenschaft am Elsendeich fest im Blick. Auf ca. einem Hektar direkt am Rand des Kranenburger Ortskerns wird das größte Mietwohnprojekt entstehen, das in Kranenburg bisher er- richtet wurde. Die CDU hat sich dafür eingesetzt, dass das Projekt sich nunmehr einfügt ins Wohnumfeld. Aus der ersten Planung mit 80 Wohneinheiten sind nun 56 Wohneinheiten geworden und aus den 53 öffentlich geförderten werden nun 28 Wohnungen mit Wohnberechtigungsschein. Außerdem fallen drei große Mietwohngebäude zugunsten von drei Doppelhäusern mit 6 Doppelhaushälften weg. Neben den Doppelhäusern wird es sechs Mietwohnhäuser mit je 2 Normalgeschossen und einem Staffelgeschoss geben. Es wird in zwei Gebäuden betreutes Wohnen und sechs Plätze für die Tagespflege geben. Die zweimalige von der CDU beantragte Vertagung wegen Beratungsbedarfs hat sich also gelohnt. Jetzt kann es losgehen.

          Bezahlbarer Wohnraum in den Kranenburger Ortschaften

          Ein wichtiges Anliegen der CDU ist das Angebot bezahlbaren Wohnraums auch in den Ortschaften der Gemeinde Kranenburg. Nach dem Regierungswechsel im Land NRW von Rot-Grün zu Schwarz-Gelb im Jahre 2017 tat sich im neuen Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung unter der CDU-Ministerin Frau Scharrenbach eine Lockerung der strengen Regeln zur Ausweisung von so genannten Satzungsbereichen zum Wohnungsbau für den Eigenbedarf in den kleineren Ortschaften unter 2.000 Einwohner auf. Die CDU in Kranenburg beantragte daraufhin den Ankauf von geeigneten Grundstücken in den Ortschaften durch die Gemeinde, damit für die verortete Bevölkerung die Perspektive zur Siedlung der eigenen Kinder und dadurch der Erhalt der dörflichen Strukturen eröffnet werden konnte. Das Siedlungsprogramm läuft mittlerweile sehr erfolgreich in fast allen Ortschaften an, so dass sukzessive jeweils 4-6 Wohneinheiten zu vergleichsweise günstigen Grund- stückspreisen angeboten werden können. Die CDU hat sich daher für Haushaltsmit- tel zum Ankauf weiterer Grundstücke ausgesprochen.

          Verantwortungsvolle Beiträge zum Klimaschutz

          Das Thema Wohnungsbau und Altbausanierung löst auch Fragen rund um den Klimaschutz aus. Die Einrichtung eines Klimaschutzmanagers in der Gemeindeverwaltung wird von der CDU ausdrücklich unterstützt. Die Haushaltsberatungen haben gezeigt, dass ein Klima-schutzmanager in der Gemeinde Kranenburg „alle Hände voll zu tun haben wird“.

          Mit welchem Energieträger soll künftig geheizt werden? Welche ökologischen Vorgaben soll es geben? Wenn es nach der SPD und den Bündnis90/Die Grünen ginge, würde die Gemeinde Kranenburg allen Grundstückserwerbern in den Kaufverträgen vorschreiben, komplett auf fossile Energieträger zu verzichten, auch auf Erdgas. Dabei wird völlig ausgeblendet, dass sich die Gemeinde Kranenburg im Zuge der Rekommunalisierung sozusagen mit der EVK ein eigenes Stadtwerk aufgebaut hat. Als Konzessionsnehmerin für Gas und Strom ist die EVK ein zuverlässiger Partner zur Energieversorgung in Kranenburg. Erdgas wird noch lange als Brückenenergie im Zuge der Energiewende dienen müssen. Moderne Gas-Brennwerttechnik wird selbst in ausgewiesenen Klimaschutzsiedlungen eingesetzt. Daher unterstützt die CDU neben der regenerativen Energie – Baugebiet Kranenburg Süd – Hasenpütt - auch das Angebot von Erdgas in den neuen Wohnbau-gebieten – Baugebiet – Auf dem Poll in Nütterden - . Denn man sollte nicht ausblenden, dass regenerative Energie elektrischen Strom benötigt und der wird noch zu 40% aus Atomenergie und Kohleverstromung gewonnen.

          Regenerative Energie ohne Wenn und Aber ist also Aktionismus und Aktionismus ist ein völlig falsches Signal. Die CDU möchte die Bevölkerung für umweltbewusstes Handeln gewinnen. Die Erkenntnis, dass in älteren Wohnungen fast 70% des Energieverbrauchs für das Heizen eingesetzt wird, muss ein Umdenken auslösen. Gerade in Bestandsbauten kann man durch einfache, oft kostengünstige Maßnahmen wie z.B. eine Dachbodendämmung große CO2-Einsparerfolge erzielen. Bei Neubauten ist der CO2-Einspareffekt bereits nach den derzeitigen gesetzlichen Regeln kaum noch zu verbessern. Eine Kombination von Erdgas und Solarenergie wird uns als Brückentechnologie noch längere Zeit dienen. Hier wird der Markt regulativ wirken. Die CDU setzt darauf, dass der Grundstückseigentümer frei entscheiden kann, welchen Energieträger er einsetzen möchte.

          Die CDU setzt auf den Austausch mit den Bürger*innen

          Für die CDU ist es wichtig, dass unserer Gemeinde, die einen hohen Naherholungswert hat und geprägt ist vom Höhenzug der Endmoräne im Süden und der Düffelt im Norden, auch eine moderne und zeitgemäße Infrastruktur unterhält. Dazu zählt ein attraktives Angebot im Einzelhandel, moderne Kindertagesstätten und Schulen, sichere Straßen, Wege und Plätze, ein gutes Radwegenetz, Begegnungsstätten für Bürger*innen, Vereine und Organisationen und Siedlungsperspektiven für Gewerbetreibende und Freiberufler. Die Bürger*innen können sich darauf verlassen, dass sich die CDU für dieses zentrale Anliegen unserer Gemeinde im intensiven Austausch mit ihnen einsetzen wird.

          Das "Integrierte Handlungskonzept"

          Die nächsten fünf Jahre der neuen Ratsperiode bis 2025 werden in Kranenburg geprägt sein von der Umsetzung des so genannten Integrierten Handlungskonzeptes, des Nahmobili-tätskonzeptes und des Wirtschaftswegekonzeptes. Hier geht es im Wesentlichen um die gemeindliche Infrastruktur. Das sind öffentliche Wege, Straßen, Plätze und Gebäude.

          So werden die Investitionen in öffentliche Einrichtungen, nachdem die beiden Kranen-burger Grundschulen mit Haushaltsmitteln der Gemeinde in Höhe von 3,3 Mio € und staatlichen Fördermitteln in Höhe von 1,4 Mio €, also für insgesamt 4,7 Mio € erfolgreich durchsaniert, erweitert und zukunftsfest - insbesondere auch in der digitalen Ausstattung - gemacht wurden, an vielen Stellen sichtbar werden.

          Das 8,5 Mio Investitionsprogramm bei Eigenmitteln in Höhe von 40% und Fördermitteln in Höhe von 60% schließt unter anderem die Sanierung und Erweiterung des Kranenburger Bürgerhauses, den Neubau des Feuerwehrhauses, die Umgestaltung des Marktplatzes, die Aufwertung der Stadtmauer und der Wallanlagen ein.

          Ausbau der Rad- und Fußwege zur Sicherheit der Bürger*innen und als Baustein für den sanften Tourismus

          Rad- und Fußwege sollen ausgebaut und sicherer werden. Hier stehen viele Maßnahmen auf dem Programm, die dem Nahmobilitätskonzept aus 2019 entnommen werden können. Das Nahmobilitätskonzept geht auf einen Antrag der CDU aus 2017 zurück. Danach sollte die Gemeinde Kranenburg Mitglied der Arbeitsgemeinschaft „Fahrradfreundliche Städte und Gemeinden in Nordrhein-Westfalen“, kurz AGFS werden. Im Kreis Kleve sind lediglich Rees und die Stadt Kleve Mitglied dieser Vereinigung. Die Mitgliedschaft setzt aber die Umsetzung von Maßnahmen eines Nahmobilitätskonzeptes voraus. So wurde das Konzept in Auftrag gegeben. Der Umsetzungsprozess wird uns in den nächsten Jahren begleiten. Die Mitgliedschaft im AGFS bedeutet für Kranenburg die Zertifizierung als fußgänger- und fahrradfreundliche Kommune mit dem exklusiven Zugang zu Fördermitteln des Landes NRW.

          Keranliegen der CDU: Die "Große Straße" in Kranenburg

          Über die zuvor beschriebenen Maßnahmen hinaus wird sich die CDU mit dem Zustand der „Großen Straße“, den dortigen Nutzungen und Funktionen, der Bausubstanz und dem möglichen Entwicklungspotenzial als wichtige politische Herausforderung der neuen Ratsperiode befassen. Der Strukturwandel vom kleinteiligen inhabergeführten Einzelhandel zu großflächigen Discountern und Vollsortimentern ist in Kranenburg eindrucksvoll vollzogen worden. Zurück geblieben ist die Große Straße, die in den letzten 15 Jahren immer wieder intensive politische Diskussionen auslöste. In diesem Zusammenhang konnte sich die CDU jetzt durchsetzen, ein städtebauliches Entwicklungsgutachten auf den Weg zu bringen. Dieses Gutachten soll ausgehend von der Analyse des IST-Zustandes Alternativen zu zukünftigen Funktionen und Nutzungen, zu Sanierungskonzepten und natürlich Fördermöglichkeiten enthalten. Ausdrücklich sollte in Erwägung gezogen werden, Private, Investoren und Planungsexperten z.B. in einer kommunalen städtebaulichen Entwicklungsgesellschaft zusammen zu führen. Der Versuch der Fraktion Bürgerdialog, den großen Parteien hier jahrelange Untätigkeit vorzuwerfen und anzunehmen, dass das integrierte Handlungskonzept bereits das nun von der CDU angestoßene Gutachten hätte beinhalten können, geht fehl, denn Fassadensanierung und Leerstandsmanagement lösen nicht die strukturellen Probleme der Großen Straße.

          Die Erweiterung des Einkaufszentrums "Am Großen Haag"

          Irritiert muss man meines Erachtens reagieren, wenn Bürger nun auch noch die Einrichtung von Kreisverkehren zum Anlass nehmen, zu kritisieren, dass es in Kranenburg eine Erweiterung des großflächigen Einzelhandels gibt. Da wird von Überdimensionierung und Magnetwirkung für den niederländischen Einkaufstourismus gesprochen. Zunächst mal sei der Hinweis erlaubt, dass Kreisverkehre dazu dienen, Verkehrsströme in Kreuzungsbereichen optimal zu lenken . Das attraktive Kranenburger Einzelhandelsangebot am Großen Haag dient in erster Linie der Grundversorgung der Kranenburger Bevölkerung, so dass Einkaufspendelfahrten ins benachbarte Kleve und nach Groesbeek/Nijmegen weitestgehend vermieden werden. Dass die ansonsten durch Kranenburg nach Kleve einfahrenden Niederländer nun zum großen Teil in Kranenburg ihre Einkäufe erledigen, hat die Zusatzwirkung, dass Kaufkraft in Kranenburg bleibt und zusätzliche Arbeitsstellen eingerichtet werden konnten und werden können. Der weiteren Ausweisung der Einzelhandelsflächen am Großen Haag stimmten seinerzeit bis auf Bündnis 90/Die Grünen alle Fraktionen zu.

          Die Erweiterung des Gewerbegebietes an der "Römerstraße"

          Mit großer Mehrheit wurde in der Ratssitzung am 19.9.2019 auch beschlossen, dass in Nütterden 8,5 ha Fläche südlich der Römerstraße erworben werden sollte zur Erweiterung des Gewerbegebietes in Nütterden und zwar zur Ansiedlung oder Umsiedlung heimischer Betriebe ohne großflächiger Außenlagerung. Doch dann kam der Kommunalwahlkampf. Die CDU blieb bei dem klaren Bekenntnis. Diese Haltung hat der CDU in Nütterden Stimmen gekostet. Das musste die CDU hinnehmen, um auch nach dem Wahlkampf die Position aufrechterhalten zu können, auf der einzigen potenziellen Entwicklungsfläche für Gewerbebetriebe im Gemeindegebiet, der heimischen Wirtschaft Flächen anbieten zu können. Wenn nun SPD und Bündnis90/Die Grünen die weitere Bauleitplanung an dieser Stelle verhindern wollen, muss die Frage erlaubt sein, ob so nachhaltige Politik aussieht: Zunächst dem An kauf zustimmen, um dann die Fläche liegen zu lassen?

          Ein Campingplatz für Kranenburg - Die Nachfrage stimmt

          Was können wir, wenn überhaupt, Gutes aus der Corona-Pandemie für die Gemeinde Kranenburg ableiten? Der Freizeitsektor Camping, Caravan und Wohnmobil erlebt einen Boom, der durch Corona nochmals beflügelt wurde. Kranenburg ist ein idealer Standort für einen Campingplatz als Ausgangspunkt für den sanften Tourismus am unteren Niederrhein und der niederländischen Grenzregion. Leider konnte die Aufwertung des bisherigen Wohnmobilplatzes an der Kranenburger Nordumfahrung nicht als begünstigtes Vorhaben des Integrierten Handlungskonzeptes aufgenommen werden. Wenn jedoch schon 6 Außensteckdosen, 1 Wasseranschluss und eine Grau- und Schwarzwasserentsorgungs-station in einem Kilometer Entfernung vom bisherigen Standort ausreichen, um die Wohnmobilisten für den Kranenburger Standort zu begeistern, wie groß wäre dann erst der Zuspruch für einen Camping- platz. Ein professionell geführter Platz für Caravans, Wohnmobile und festen Ferienhäuschen mit sanitären Anlagen und Gastronomie – das ist die Vorstellung der CDU. Im Rahmen der Haushaltsberatungen konnte sich die CDU durchsetzen, dass die Gemeinde nun die Rahmenbedingungen für eine Kooperation zwischen der Gemeinde und einem Privatbetreiber, für einen Standort und für Einrichtungsmerkmale prüfen wird.

          Die Vereinsarbeit muss wieder anlaufen

          Es ist ein Rufen, das unüberhörbar von Politik und Verwaltung wahrgenommen wird. In diesen Zeiten fehlt den Bürger*innen das Vereinsleben. Die Gemeinde Kranenburg lebt in mehr als 100 Vereinen und kirchlichen Organisationen. Diese halten die Gesellschaft zusammen. Sie vermitteln Traditionen und Gemeinschaft. Seit Corona läuft aber fast nichts mehr. Gemeinsam mit der FDP sucht die CDU hier nach Unterstützungsmöglichkeiten. Ein zusätzliches Budget in Höhe von mindestens 15.000,- € soll Zusatzkosten der Vereine bei fehlenden Einnahmen ausgleichen. So wurde es beschlossen. Außerdem stehen den Verantwortlichen, wie von der CDU bereits für 2020 erfolgreich beantragt, in den Ortschaften wieder jeweils 2.000,- € Handlungsbudget zur Durchführung der Kirmesorganisation zur Verfügung. Es keimt die Hoffnung auf, dass der Motor des gesellschaftlichen Lebens in der zweiten Jahreshälfte wieder anspringen könnte. Darauf wollen wir uns gerne mit den Vereinen und Organisationen vorbereiten.

          Die CDU-Fraktion in eigener Sache

          Die CDU weist darauf hin, dass ein Umzug der CDU-Fraktion von der Waldstraße 1 in einen Tagungsraum im Bahnhofsgebäude über dem Caféhaus Niederrhein bevorsteht. Der helle große Tagungsraum wird zurzeit eingerichtet und steht der Fraktion künftig für ihre Tagungen und für Fraktionssprechstunden zur Verfügung.

          Die CDU-Fraktion nimmt die Corona-Pandemie auch zum Anlass, die digitale Kommunikation auch für die Zeit nach Corona auszuweiten. Als erstes Projekt wird sie im ersten Quartal eine Onlinediskussion zum Thema „Große Straße“ organisieren. Interessierte können sich dann über einen Link auf der CDU-Webseite an der Diskussion beteiligen. Eine entsprechende Einladung wird noch öffentlich gemacht.

          Die CDU beabsichtigt außerdem, zu kommunalen Themen, die die ganze Gemeinde oder auch bestimmte Wohnquartiere betreffen, öffentliche Einwohnerversammlungen zu beantragen, die unter der Leitung des Bürgermeisters abgehalten werden oder selbst im Zuge von (Rad)-Wanderungen mit anschließender Diskussion am CDU-Mobil Themen zu besprechen, um die Meinung der Bürger*innen in Entscheidungsprozesse einfließen zu lassen.

          Ein Dankeschön für die Verwaltung

          Als traditioneller Abschluss einer Haushaltsrede ist es üblich, dass sich die Fraktion für die Unterstützung der Verwaltungsmitarbeiter bedankt. Das macht die CDU gerne, denn Haushaltsberatungen sind der jährliche Ausnahmezustand. In kürzester Zeit gilt es dann, den Entwurf des Haushaltsplans, der für 2021 insgesamt 478 Seiten umfasste, zu lesen, auszuwerten, zu besprechen und eigene politische Zielrichtungen über konkrete Maßnahmen einzubringen. Hierzu bedarf es vieler Erläuterungen und der Beantwortung von Rückfragen. Die Amtsleiter bringen sich hier gerne ein und stehen insoweit den Fraktionen zur Verfügung. Stellvertretend für alle Ansprechpartner bedankt sich die CDU-Fraktion insbesondere beim neuen Kämmerer Herrn Guido Miesen für die gute Zusammenarbeit.

          Dem neuen Bürgermeister Ferdi Böhmer wünscht die CDU-Fraktion gute Entscheidungen in der Führung der Verwaltung und nach Corona viele Auftritte als Repräsentant der Bürgerschaft und des Rates der Gemeinde Kranenburg.

          Die CDU-Fraktion stimmt der Haushaltssatzung für 2021 zu

          Die CDU-Fraktion stimmt der Haushaltssatzung der Gemeinde Kranenburg für das Haushaltsjahr 2021 nebst Haushaltsplan und Anlagen einschließlich Stellenplan unter Berücksichtigung der Änderungsvorschläge zu.

          Kranenburg, dem 18.2.2021

          Joachim Janßen
          CDU-Fraktionsvorsitzender
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      • Aus der CDU Deutschlands

      Infektionsschutz

      Besserer Schutz vor Corona, durch weniger Kontakte und weniger Mobilität. Das ist das Ziel der bundeseinheitlichen Corona-Notbremse. Sie bringt gleiche und eindeutige Regeln überall. Dadurch wird die Transparenz und Akzeptanz der dringenden Maßnahmen erhöht. Damit kann es gelingen, die dritte Welle der Corona-Pandemie zu brechen. Dazu gibt es mehr Hilfe für Eltern, die nebeneinander Homeoffice und Homeschooling bewältigen müssen. Das hat der Deutsche Bundestag heute beschlossen. Jetzt muss der Bundesrat zustimmen.

      Demokratische Debatte

      Vorausgegangen waren eine Anhörung im Bundestag, Debatten in den Ausschüssen und im Parlament. Der Vorsitzende der CDU/CSU-Fraktion, Ralph Brinkhaus betonte: „Nie war so viel Demokratie in der Pandemie, wie jetzt. Hier gibt es keinen Spielraum für die Bundesregierung.“

      Ralph Brinkhaus: „Wir sind in einer Situation, in der zu viele Menschen krank werden, in der zu viele Menschen sterben. Jetzt ist die Zeit, dass der Deutsche Bundestag entscheidet.“

      Kontaktreduzierung weiter geboten

      Bundesgesundheitsminister Jens Spahn warb eindringlich für das Gesetz. Auch wenn die Testkapazitäten ausgebaut worden seien und die Impfkampagne Fahrt aufnehme, braucht es bis dahin klare Regeln: Reduzieren von Kontakten sei dafür das beste Mittel. Jens Spahn: „So leid wir es sind, Kontaktreduzierung hilft.“

      Jens Spahn: „Wir können Corona nicht wegtesten oder dagegen animpfen. Wir müssen erst die dritte Welle brechen.“

      Klar ist: Die Notbremse greift nur im Krisenfall. Der tritt bei Inzidenzwerten über 100 ein. Dann müssen die Maßnahmen der Notbremse umgesetzt werden. Bisher gab es dazu ein Ermessen, also Spielräume. Liegen die Inzidenzwerte unter 100, greift die Notbremse nicht.

      Wichtig ist: Jedes Bundesland, jeder Landkreis oder jede kreisfreie Stadt wird für sich betrachtet. Die Inzidenzwerte auf Bundesebene sind nur Orientierungswerte.

      Ralph Brinkhaus: „Es geht nicht um politische Vorteile. Es geht um die Gesundheit der Menschen in diesem Land.“

      Die wichtigsten Punkte der Notbremse

      (Regeln ab Inzidenz 100 in der Region):

      Der Gesetzentwurf enthält bundeseinheitliche Regelungen. Die folgenden Maßnahmen gelten ab einer Inzidenz von 100 Infektionen pro 100.000 Einwohnern an drei aufeinanderfolgenden Tagen. Die Länder müssen diese Maßnahmen umsetzen. Alle Regelungen sind erst einmal bis zum 30. Juni 2021 befristet.

      Weniger Menschen treffen: Maximal eine Familie oder ein Paar treffen höchstens eine weitere Person. Kinder unter 14 zählen nicht

      Ausgangsbeschränkungen: Zwischen 22:00 Uhr und 05:00 Uhr bleiben wir zu Hause. Auch das Fahren mit dem eigenen Auto ist dann grundsätzlich untersagt. Ausnahmen: Notwendige Wege für Beruf, Betreuung, Arzt u.a.m. Joggen und Spaziergänge sollen bis Mitternacht erlaubt sein.

      Kein Kino & Co.: Freizeit und Kultureinrichtungen wie Theater, Museen oder Kinos bleiben geschlossen.

      Kein Shopping: Fachgeschäfte müssen schließen. Das Abholen bestellter Waren (Click & Collect) bleibt möglich.

      Kein Team-Sport: Ob Fußball, Handball oder Hockey – Freizeitsport mit Berührung ist verboten. Kontaktloser Individualsport bis zwei Personen ist erlaubt. Für Kinder im Alter bis 14 Jahren soll Sport in Gruppen weiter möglich sein.

      Corona-Test-Pflicht: Arbeitgeber müssen einen Corona-Test pro Woche bereitstellen. Schüler und Lehrer sind bei Teilnahme am Präsenzunterricht zweimal in der Woche zu testen.

      Gegessen wird zu Hause: Restaurants, Bistros oder Kneipen bleiben geschlossen. Ausgenommen sind u.a. Speisesäle in medizinischen und pflegerischen Einrichtungen. Lieferservice bleibt möglich – auch nach 22 Uhr.

      Nagelstudios machen zu, Physiotherapie bleibt offen. Dienstleistungen mit Nähe zum Kunden werden eingestellt. Nur Dienstleistungen, die medizinischen, therapeutischen, pflegerischen oder seelsorgerischen Zwecken dienen sind ausgenommen. Es müssen FFP2-Masken getragen werden. Bei Inanspruchnahme von Leistungen des Friseurhandwerks gilt eine Testpflicht.

      FFP2-Maskenpflicht im öffentlichen Personennahverkehr.

      Eingeschränkter Hotelbetrieb: Hotels dürfen nur noch berufsbedingte Übernachtungen anbieten. Übernachtungen für Urlaub oder Freizeit sind untersagt.

      (Hoch-)Schulschließungen: Ab einer Inzidenz von 165 werden Schulen und Hochschulen geschlossen. Es findet Fernunterricht statt.

      Mehr Kinderkrankengeldtage: Zur notwendigen Betreuung von Kindern bis zu 12 Jahren können Mütter und Väter jeweils 10 zusätzliche Tage Kinderkrankengeldtag beantragen. Insgesamt 30. Alleinerziehende erhalten die doppelte Anzahl an Kinderkrankengeldtagen.

      Hier finden Sie weitere Informationen:

      https://www.bundestag.de/dokumente/textarchiv/2021/kw16-de-infektionsschutzgesetz-834802

      Wahlkampf

      Die Union hat sich entschieden: Armin Laschet wird Kanzlerkandidat der Union. Auf einer Pressekonferenz im Anschluss an eine nächtliche Sitzung des Bundesvorstands betonte er: „Es ist wichtig, dass die Union jetzt als Team mit der CSU in den Wahlkampf geht. Wir können nur gemeinsam gewinnen. CDU und CSU sind Stabilitätsanker unseres Landes.“

      Der CDU-Vorsitzende Armin Laschet dankte CSU-Chef Markus Söder und der gesamten CSU „für den guten, fairen Umgang in einer sehr weitreichenden Entscheidung.“ Markus Söder werde eine „zentrale Rolle für die Zukunft der Bundesrepublik Deutschland spielen“, betonte er.

      Mehr Innovation, Vertrauen und weniger Bürokratie

      Nun gehe es darum, eine gute Zukunft für Deutschland zu gestalten. Der Kanzlerkandidat der Union bekräftigte: „Es geht im September um eine wegweisende Entscheidung für die Zukunft unseres Landes. Ab jetzt zählt: Welche Partei hat die besten Rezepte für die Zukunft unseres Landes und das beste Team, um die Herausforderungen zu bewältigen?“

      Klar ist: Es darf kein „Weiter so“ geben. Deutschland muss besser, schneller und modernen werden. „Wir brauchen einen Modernisierungsschub: Mehr Innovation, mehr Vertrauen und weniger Bürokratie.“ Den Menschen etwas zutrauen, sei der Grundgedanke, der Unionspolitik auszeichnet, so Laschet. „Gerade, wenn wir Deutschland modernisieren wollen, ist Vertrauen eine wichtige Währung. Und das ist mein Ziel. So arbeite ich, seit ich Politik mache. Zuhören, entscheiden, handeln – diese drei Leitplanken prägen mich.“

      Den Zusammenhalt stärken

      „Das Deutschland, das ich mir vorstelle, ist ein modernes Land, das zusammenhält“, so Laschet. „Es ist ein Land, in dem jeder seinen persönlichen Lebensentwurf leben kann und danach streben kann, seine Wünsche zu erfüllen. Es ist ein Deutschland der Vielfalt.“

      Armin Laschet: „Das Deutschland, das ich mir vorstelle, ist ein modernes Land, das zusammenhält.“

      Diese Vielfalt müsse man als Chance sehen, Aufstieg als Versprechen verstehen, jedem Kind, unabhängig von der Herkunft seiner Eltern, den Aufstieg ermöglichen. „Dieses Zusammenleben wird aber nur gelingen, wenn wir eine gemeinsame Basis haben: Die Werte unseres Grundgesetzes.“

      Gemeinsam in Europa

      „Deutschland ist nicht stark ohne Europa“, bekräftigt Laschet. „In einer Welt autoritärer Staaten müssen wir für unsere Werte von Freiheit, Solidarität, Gerechtigkeit und Menschenwürde kämpfen. Unser Land führt nicht durch Größe und Einschüchterungen, sondern durch Exzellenz, Vorbild und Menschlichkeit.“ In diesem Sinne brauche es europäische Antworten, transatlantische Partner und multilaterale Lösungen.

      Paul Ziemiak: Armin Laschet steht für Zusammenhalt

      CDU-Generalsekretär Paul Ziemiak betonte: „Die Bundestagswahl wird nicht nur eine Vertrauenswahl, sondern eine Richtungswahl.“ Laschet sei „der Kanzlerkandidat der gesellschaftlichen Mitte in Deutschlands“. Er stehe für Zusammenhalt, „er kann führen und er kann zusammenführen“, sagte Ziemiak. „Armin Laschet ist der richtige Kanzler für Deutschland.“

      Sehen Sie hier die Pressekonferenz mit Armin Laschet und Paul Ziemiak:

      Statement

      Armin Laschet hat der Grünen-Vorsitzenden zur Nominierung als Spitzenkandidatin gratuliert. „Ich kann Annalena Baerbock zusagen, dass die CDU Deutschlands sich auf einen fairen Wahlkampf freut. Wir müssen menschlich fair miteinander umgehen, Argumente austauschen und um den besten Weg ringen.“

      Der CDU-Vorsitzende machte deutlich, worum es bei dieser Wahlkampfauseinandersetzung aus seiner Sicht geht: „Wir werden in diesem Wahlkampf dafür eintreten, die Zeit nach der Pandemie gut zu bewältigen. Wir müssen die sozialen, kulturellen und wirtschaftlichen Folgen der Pandemie gemeinsam stemmen. Wir wollen ein europäisches Deutschland prägen und dafür eintreten.“

      Das ganze Statement von Armin Laschet:

      Deutschland soll Vorbild sein

      Armin Laschet: „Wir wollen, dass das Aufstiegsversprechen erneuert wird – es bleibt unser Ziel, dass Kindern ganz unabhängig von der Herkunft der Eltern der Aufstieg in unserem Land möglich wird. Und wir wollen ein Deutschland, das Vorbild ist in der Welt, durch Exzellenz, durch Innovation und Menschlichkeit.“ Zur Klärung der Kanzlerkandidatur der Union hat Armin Laschet für heute 18 Uhr den CDU-Bundesvorstand zusammengerufen und auch Markus Söder zu diesem Gespräch eingeladen. Armin Laschet: „Ich werde einen Vorschlag machen, wie wir jetzt sehr schnell die nicht geklärte Frage zwischen CDU und CSU auflösen.“

      Infektionsschutzgesetz im Bundestag

      Klare Regeln, einheitlich und nachvollziehbar – das ist das Ziel der Bundesregierung im Kampf gegen Corona. Ein Flickenteppich an Regelungen soll künftig vermieden werden. Der Bundestag debattiert dazu heute und in der kommenden Woche Änderungen zum Infektionsschutzgesetz. Bundeskanzlerin Angela Merkel hat sie im Bundestag erläutert. Sie fordert, „die Pandemiebekämpfung von Bund und Ländern … auf neue Füße stellen“.

      „Wir dürfen Ärzte und Pfleger nicht allein lassen“, betonte Merkel. Sie allein können den Kampf gegen Corona nicht gewinnen. „Sie brauchen unsere Unterstützung.“ Staat und Gesellschaft, Bürger und Politik sind aufgerufen, ihren Teil beizutragen. „Deshalb müssen wir von unserer Seite alles tun, um die dritte Welle zu bremsen, um sie zu brechen und sie umzukehren.“

      Gleiche Regeln sollen überall gelten

      Die Bundesregierung möchte die bisherigen Vereinbarungen als Vorgaben für alle Länder verbindlich machen. Das Infektionsschutzgesetz soll den Rahmen bieten, an den sich alle halten müssen. „Das ist die bundeseinheitliche Regelung. Sie ist nicht mehr Auslegungssache, sondern sie greift automatisch.“

      Darum geht es: Es geht darum, das gleiche Regeln überall gelten und in den Ländern und Regionen gleich angewandt werden: Ein Beispiel: Liegt die Inzidenz in Flensburg über 100, in Garmisch aber bei 35, dann muss Flensburg Einschränkungen verhängen, Garmisch darf lockern. Es geht nicht darum, bei bundesweiter Inzidenz einen Lockdown von Aachen bis Cottbus oder von Flensburg bis Garmisch zu verhängen.

      Zu den Umsetzungspflichten in den Ländern gehören dann auch die Pflicht zu Homeoffice, wo das möglich ist, sowie eine Testpflicht für Unternehmen bei Arbeit in Präsenz.

      Ausgangsbeschränkungen

      Zu den wirksamen Maßnahmen zählen nach ihren Vorstellungen auch „nächtliche Ausgangsbeschränkungen“, so Merkel. „Ausgangsbeschränkungen sind keine neue Erfindung.“ Sie sind Bestandteil bisheriger Regelungen im geltenden Infektionsschutzgesetz. Die Kanzlerin weist darauf hin, dass auch viele andere Staaten Ausgangsbeschränkungen haben.

      Angela Merkel: „Ich bin mir bewusst, dass in diesem Gesetz harte Einschnitte vereinbart sind für Regionen mit einer Inzidenz über 100.“

      „Wir müssen entscheiden, ob der mit den Ausgangsbeschränkungen verbundene Nachteil – der nicht zu leugnende erhebliche Eingriff in die menschlichen Freiheiten – eine erforderliche Maßnahme ist. Ich komme zu dem Schluss: Ja.“

      Intensive Beratung

      Über die vorgesehenen Regeln und Vorschriften werde intensiv diskutiert, ob sie verfassungskonform seien und ob sie wirkten. „Diese Einwände nehme ich ernst. Ich setze mich mit ihnen auseinander und möchte das auch hier tun“, im Parlament.

      Merkel macht deutlich, dass alle Maßnahmen derzeit in Ausschüssen und Bundestag beraten werden. Keine der vorgeschlagenen Änderungen sei schon beschlossen. Aber „hier ein Schlupfloch zu suchen und dort jenes“, helfe nicht weiter. Sie dankt ausdrücklich allen Fraktionen für die „kritische Diskussion“. Alle Argumente müssen ausgetauscht werden.

      Merkel mahnt trotzdem rasche Befassung an: „Jeder Tag zählt“, so die Kanzlerin. „Wenn wir nach 13 Monaten Pandemie eines gelernt haben, dann dieses: Das Virus verzeiht keine Halbherzigkeiten. Das macht es nur stärker. Das Virus versteht nur eine Sprache: Die Sprache der Entschlossenheit.“ Deshalb plädiere sie für klare und einheitliche Maßnahmen.

      Dank an Bürgerinnen und Bürger

      Ausdrücklich wandte sich Merkel an die Menschen in Deutschland: „Wir Politiker machen es Ihnen nicht immer leicht. Aber die übergroße Mehrheit der Bürgerinnen und Bürger macht und hilft unverändert mit.“ Sie betonte: „Ich danke für Ihre Geduld, für Ihre Einsicht, für Ihre Fürsorge für andere und unser ganzes Land auch nach dieser langen, langen Zeit – immer noch.“

      Kriminalstatistik

      Weniger Verbrechen, Straftaten insgesamt rückläufig in fast allen Bereichen. Gleichzeitig mehr Delikte im Netz und eine Zunahme an häuslicher Gewalt. So stellt sich die Sicherheitslage in Deutschland dar. Bundesinnenminister Horst Seehofer stellte dazu die „Polizeiliche Kriminalstatistik 2020“ vor. Thomas Strobl, Vorsitzender der Innenminister-Konferenz, betont: „Wir haben einen starken Staat. Das ist eine gute Nachricht.“

      Mehr als 2 Prozent weniger Straftaten 2020 gegenüber dem Vorjahr. Aufklärungsquote mit über 58 Prozent so hoch wie nie. Weniger Diebstähle – von Raub über Taschen- bis Autodiebstahl – und weniger Einbrüche. Die Entwicklung ist positiv. Auch wegen der Kontaktbeschränkungen, geringerer Mobilität und mehr Homeoffice durch Corona.

      Polizeiarbeit in Zeiten von Corona

      „Bei der Kernaufgabe Innere Sicherheit versagt dieser Staat nicht“, bekräftigte Baden-Württembergs Innenminister und CDU-Vize Strobl bei der Vorstellung. „Wir haben einen starken Staat. Das ist eine gute Nachricht.“ Die positive Kriminalitätsentwicklung ist Ergebnis guter sicherheitspolitischer Planung und des konsequenten Einsatzes der Polizei und der Justiz. „Kriminalität macht keine Pause, unsere Polizei aber auch nicht.“

      Gleichzeitig gibt es neue Aufgaben. „Unsere Polizistinnen und Polizisten waren zusätzlichen Herausforderungen ausgesetzt“, so Strobl. Die Kontrolle des Infektionsschutzes gehörte zu neuen Aufgaben genauso, wie die Überwachung von Demos unter besonderen Bedingungen. Strobl dankt ausdrücklich für diesen Einsatz: „Ich glaube, dass unsere Polizistinnen und Polizisten diese Aufgaben mit hoher Sensibilität meistern.“ Deshalb haben sie Respekt verdient, nicht Anfeindungen. Dennoch ist mit über 80.000 Angriffen auf unsere Ordnungshüter ein neuer Negativrekord erreicht.

      Kriminalität und Corona: „Täter orientieren sich um.“

      „Kriminalität macht keine Pause“, so Strobl. „Aber sie verändert sich on Pandemiezeiten.“ Weniger Delikten im öffentlichen Raum steht ein Zuwachs von Cyber-Crime gegenüber. Gewalt im häuslichen Umfeld hat im ersten Lockdown deutlich zugenommen. Auch mehr Enkeltrick und Subventionsbetrug wurde registriert.

      „Die Kriminalität verlagert sich ins Netz“, stellte Strobl als zentrale Veränderung fest. Der Digitalisierungsturbo ist „auf Kosten der IT-Sicherheit gegangen. Je mehr wir digitalisieren, umso vulnerabler werden wir.“ Daraus ergibt sich: Cybersicherheit wird die große Herausforderung für Sicherheitspolitik in den kommenden Jahren. Der Schutz der kritischen Infrastrukturen ist eine zentrale Aufgabe.

      Nur mit Vernetzung der Länder und der Behörden „können wir dem Paroli bieten“. Viele gefährdete Unternehmen haben dazu Expertise aufgebaut. „Deshalb müssen wir die Expertise dieser Unternehmen auch stärker nutzen.“

      Hasskriminalität als Herausforderung

      Corona hat auch viele kriminelle Aktivitäten ins Internet verlagert. Das Netz spielt eine immer größere Rolle. Gleichzeitig ist festzustellen: „Das Netz wird als Medium unserer Zeit missbraucht.“ Das führt zu einer „Veränderung des gesellschaftlichen Klimas“, so Strobl. „Das Netz ist zum Marktplatz für Hass und Hetze geworden. Das dürfen wir nicht zulassen.“

      Anwerbungen für Extremisten und Radikalisierung im und über das Netz erfolgen tw. ohne persönliche Kontakte. „Es wird höchste Zeit, digitalen Hasstiraden einen Riegel vorzuschieben.“ Bund und Länder gehen mit neuen Gesetzen dagegen vor. Strobl bekräftigt: „Wir müssen diese Welt genauso schützen, wie uns das in der realen Welt auch gelingt. Wer sich auf Grundrechte beruft und andere Grundrechte mit Füßen tritt, wird entschieden in die Schranken gewiesen und muss damit rechnen, dass wir den gesamten Werkzeugkasten der Kriminalitätsbekämpfung auspacken.“

      Corona-Pandemie

      Einheitliche Regeln von Flensburg bis Garmisch: Die Bundesregierung verschärft den Infektionsschutz. Die Menschen in weiten Teilen Deutschlands müssen sich auf bundesweit verbindliche Vorgaben einstellen. Der Flickenteppich wird aufgerollt. Heißt zum Beispiel: “Geschäfte zu bei Inzidenz über 100” gilt dann überall gleich. Eine entsprechende Änderung des Infektionsschutzgesetzes hat das Bundeskabinett in Berlin beschlossen. Jetzt müssen Bundestag und Bundesrat zustimmen.

      Bundeskanzlerin Angela Merkel betonte vor der Presse den Ernst der Lage. Die Infektionszahlen, die Zahl der belegten Intensivbetten und die täglichen Todeszahlen seien Grund zu höchster Besorgnis. „Wir dürfen Ärzte und Pfleger, die seit über einem Jahr alles geben, nicht allein mit dieser Herkulesaufgabe lassen. Ohne unsere Unterstützung können sie den Kampf gegen das Virus nicht gewinnen“, so Merkel.

      Durch die schärferen Lockdown- und Testregeln soll die Pandemie zurückgedrängt werden, bis auch durch fortschreitende Impfungen das Infektionsgeschehen im Griff gehalten werden kann.

      Die Änderungen im Überblick:

      Kontaktbeschränkung: Von 21.00 bis 5.00 Uhr bleiben wir zu Hause, in der eigenen Wohnung oder im dazugehörigen Garten. Ausnahmen: Versorgung von Tieren oder Berufsausübung . Gelten sollen diese und andere Beschränkungen, wenn in einem Landkreis oder einer kreisfreien Stadt an drei aufeinanderfolgenden Tagen die 7-Tage-Inzidenz über 100 liegt.

      Treffen werden bei hoher Inzidenz beschränkt: Private Zusammenkünfte im öffentlichen oder privaten Raum sind nur für Angehörige eines Haushalts plus eine weitere Person gestattet. Kinder bis 14 Jahre zählen nicht mit. Bei Todesfällen sollen bis zu 15 Personen zusammenkommen dürfen.

      Keine Öffnungen bei höherer Inzidenz: Bei einer höheren Inzidenz dürfen die meisten Läden sowie die Freizeit- und Kultureinrichtungen und die Gastronomie nicht öffnen. Ausgenommen werden sollen der Lebensmittelhandel, Getränkemärkte, Reformhäuser, Babyfachmärkte, Apotheken, Sanitätshäuser, Drogerien, Optiker, Hörgeräteakustiker, Tankstellen, Stellen des Zeitungsverkaufs, Buchhandlungen, Blumenfachgeschäfte, Tierbedarfsmärkte, Futtermittelmärkte und Gartenmärkte. Hier sollen Abstand- und Hygienekonzepte gelten.

      Beim Sport sollen nur kontaktlose Individualsportarten erlaubt sein. Dazu zählen Joggen, Wandern oder Gymnastik, aber auch Tennis oder Badminton. Sie sollen allein, zu zweit oder mit den Angehörigen des eigenen Hausstands ausgeübt werden dürfen. Ausnahmen gibt es weiter für den Wettkampf- und Trainingsbetrieb der Berufssportler und der Leistungssportler der Bundes- und Landeskader, aber weiter nur ohne Zuschauer.

      Übernachtungsangebote zu touristischen Zwecken sollen bei entsprechenden Inzidenzen in einer Region aber untersagt sein.

      Testpflicht: An Schulen soll Präsenzunterricht nur mit zwei Corona-Tests pro Woche gestattet werden. Überschreitet an drei aufeinander folgenden Tagen die 7-Tage-Inzidenz 200, soll Präsenzunterricht untersagt werden.

      Neben der Novelle des Infektionsschutzgesetzes hat das Kabinett auch eine Pflicht für Angebote von Corona-Tests in Unternehmen auf den Weg gebracht. Der Entwurf einer geänderten Arbeitsschutzverordnung sieht vor, dass die Unternehmen ihren Beschäftigten in der Regel einmal in der Woche Tests zur Verfügung stellen.

      Erhöhung der Kinderkrankentage: Außerdem hat das Kabinett die erneute Erhöhung der Zahl der Kinderkrankentage auf den Weg gebracht. Wegen der Corona-Pandemie soll der Anspruch von derzeit 20 auf künftig 30 Tage pro Kind und Elternteil steigen. Für Alleinerziehende erhöht sich der Anspruch von 40 auf 60 Tage. Die Tage können auch in Anspruch genommen werden, wenn Schulen und Kitas geschlossen sind, wenn die Präsenzpflicht an der Schule aufgehoben oder der Zugang zum Betreuungsangebot der Kita eingeschränkt ist. Dies gilt auch, wenn die Eltern im Homeoffice arbeiten.

      Corona

      Die Impfkampagne über die Hausärzte startet. „Wir werden kommende Woche den nächsten Schritt in dieser Impfkampagne sehen.“ Das teilte Gesundheitsminister Jens Spahn am Gründonnerstag mit. „Das wird noch kein großer Schritt sein. Aber ein wichtiger.“ Spahn bekräftigte auch: „Das Starten in den Hausarztpraxen ist keine One-Man-Show. Es ist ein erster, ein wichtiger Schritt, der die Strukturen mit aufbaut.“ Im Mai und Juni soll das „dann deutlich aufwachsen“.

      Neue Strukturen für schnelleres Impfen

      Mit dem Impfstart in Praxen schaffe man „Strukturen, die uns perspektivisch helfen, schneller und mehr zu impfen“, so Spahn. „Schon in wenigen Wochen werden wir die Zahlen auch dort deutlich steigern können.“ Für die Woche nach Ostern haben 35.000 Arztpraxen insgesamt 1,4 Millionen Impfdosen angefordert. Davon werden zunächst 940.000, in der Folgewoche rund 1 Million Impfdosen geliefert. Weitere 2,5 Millionen Impfdosen wöchentlich gehen in die Impfzentren der Länder. Zum Einsatz kommen werden in den Praxen ab Ende April vorrangig die Impfstoffe von AstraZeneca sowie von Johnson&Johnson.

      ci 132638 Foto:CDU/Tobias Koch

      Spahn rechnet ab Mitte April mit einer deutlichen Steigerung: „Schon Ende April werden mehr als 3 Millionen Impfdosen in die Arztpraxen gehen können.“ Beteiligt sind Mediziner, Apotheken und Großhandel, „damit die Impfdosen in den Praxen ankommen“. Spahn erläutert dazu, dass der Weg jetzt nicht, wie bisher, über die Impfzentren gehe. Sondern über den Bund in den Großhandel, Apotheken und Arztpraxen. Mit dem Start in den Praxen kann und soll das Impfen jetzt deutlich an Fahrt gewinnen.

      Impf-Reihenfolge gilt

      „Auch in den Praxen gilt die Empfehlung der STIKO“, bekräftigt Dr. Andreas Gassen. Der Vorstandsvorsitzende der Kassenärztlichen Bundesvereinigung erläutert: Die Impfungen erfolgen zunächst nur durch Hausärzte, später dann auch über impfende Fachärzte und Privatärzte. „Die Menschen vertrauen ihren Hausärzten. Sie wissen, dass sie dort gut behandelt werden“, so Gassen. Fast 90 000 Ärzte impfen in Deutschland. Zu allen Impfungen werde es tägliche Meldungen geben. Die dazu nötigen Vorbereitungen und Abläufe stehen.

      Passgenaue Lieferkette

      Das bedarfsgerechte Umpacken der Impfstoffe erfolgt im Großhandel. Die Impfstoffe werden dort tiefgekühlt verwahrt und leicht gekühlt zur Nutzung ausgeliefert. Die Impfung mit den ausgelieferten Impfstoffen soll – und muss – binnen einer Woche erfolgen, bei BioNTech binnen 120 Stunden nach Ende der Tiefkühlung. Die Verteilung über Apotheken garantiert „eine passgenaue Verteilung“ und „pünktliche Lieferung in der Kühlkette“.

      Regierungsprogramm

      Zusammenmachen – Dein Deutschland. Deine Ideen. Unter diesem Motto hat die CDU ihre Beteiligungskampagne zum Regierungsprogramm zur Bundestagswahl 2021 gestartet.

      Der Startschuss erfolgte mit einer Rede des CDU-Vorsitzenden, Ministerpräsident Armin Laschet im Berliner Konrad-Adenauer-Haus. Klar im Fokus: der Gestaltungsanspruch der CDU für die kommenden Jahre.


      Durch Corona sei Deutschland ins Wanken geraten. „Aber wir können am besten die Schäden beheben, die durch die Pandemie entstanden sind. Die CDU ist Partei der schöpferischen Unruhe, wir schaffen aus jeder Krise neue Kraft“, so Laschet. Union heiße dabei: Gemeinsam den Unterschied für eine bessere Zukunft zu machen. Die Zukunft lasse sich nicht mit linken Experimenten gestalten. „Wir sind das Bollwerk gegen Ideologie getriebene Politik, wie Grüne und Linke sie wollen.“ Als Partei der Mitte ist die CDU der innovative Kern deutscher Politik.

      Armin Laschet: Wir brauchen einen Kulturwandel und mehr Flexibilität

      202103301028 5TK3844 ed c Armin Laschet: „Wir werden als Europäer nur mit unseren Werten in der Welt bestehen.“ Foto: CDU/Tobias Koch

      Das kommende Jahrzehnt müsse ein Jahrzehnt der Modernisierung werden. Es reiche nicht aus, die Zukunft mit bisherigen Mitteln zu gestalten. „Erkennbare Fehler müssen jetzt angepackt werden“, kündigte Laschet an. “Wir können und wollen ein sprudelnder Quell kreativer Ideen sein.” Staat und Verwaltung müssen schneller und digitaler werden. „Wir brauchen einen Kulturwandel und mehr Flexibilität.“ Dass Deutschland das könne, habe es in der Geschichte schon oft gezeigt. Es sei dabei ein Irrglaube, dass es automatisch besser werde, „je mehr wir regulieren“. Armin Laschet: „Wir müssen denen, die es vor Ort machen, mehr zutrauen und mehr Freiraum ermöglichen.“ Nur die Union bringe Freiheit und Verantwortung zusammen.“

      Vertrauen zentral für die Modernisierung

      Veränderung sei aber nur mit klarem Kompass möglich: „Wenn wir ehrlich sind und das im Mittelpunkt steht - dann entsteht Vertrauen“, machte Laschet klar. Vertrauen sei zentral für Modernisierung. Vertrauen in uns selbst, Vertrauen in andere Menschen und Vertrauen in unser Land – und mit Vertrauen ins Machen. Damit Deutschland wieder weltweit spitze sein könne, zum Beispiel im Bereich Chemie- und Pharmaindustrie und beim Innovations-Thema grüner Wasserstoff. Weltweit an der Spitze soll Deutschland auch beim Klimaschutz stehen – mit einer klimaneutralen Industrie bis 2050. Gute Arbeit in der Industriegesellschaft soll auch künftig noch da sein. Der Staat müsse daher Chancenmotor für Wirtschaft und Klimaschutz sein. Das Ziel: Deutschland soll Wasserstoffland Nummer 1 sein. Als leidenschaftlicher Europäer ist dabei für Armin Laschet klar, dass auch die EU besser werden muss, um sich den globalen Herausforderungen zu stellen. „Wir werden als Europäer nur mit unseren Werten in der Welt bestehen.“

      Spitzengespräch Ost

      Zuhören - Machen: Beim digitalen Spitzengespräch Ost haben sich der CDU-Vorsitzende, Ministerpräsident Armin Laschet und Generalsekretär Paul Ziemiak mit den ostdeutschen Landesverbänden über die besonderen Herausforderungen ausgetauscht.

      Armin Laschet: „Wir wollen gemeinsam ein Modernisierungsjahrzehnt gestalten, bei dem Themen und Schwerpunkte aller unserer Landesverbände Gehör finden.“

      202103291512 6TK4569 ed c Foto: CDU/Tobias Koch

      Die Botschaft des „Spitzengespräch Ost“ war klar: „Wir wollen in ganz Deutschland ein Modernisierungsjahrzehnt gestalten. Die Herausforderungen Ostdeutschlands sind uns dabei wichtig: Strukturwandel der Wirtschaft und gutes Leben in Stadt und Land.“ Armin Laschet betonte: „Wir wollen gemeinsam ein Modernisierungsjahrzehnt gestalten, bei dem Themen und Schwerpunkte aller unserer Landesverbände Gehör finden.“

      In 30 Jahren Deutsche Einheit wurde viel erreicht, es liegt aber noch vieles vor uns. Für die CDU ist daher wichtig, Herausforderungen wie die Auswirkungen des demographischen Wandels und Themen wie Respekt und Chancengleichheit gemeinsam in den Blick zu nehmen.

      Paul Ziemiak machte klar: „Jetzt ist wichtig, Gemeinsamkeiten, aber auch Unterschiede zu sehen. Uns eint: Wir wollen gemeinsam Deutschlands Zukunft gestalten.“ Unterschiede gebe es dabei bei den verschiedenen Herausforderungen in den Ländern. „Als Volkspartei CDU wollen wir ein Angebot für alle schaffen!“, so der CDU-Generalsekretär.

      CDU-Präsidium

      „Die Lage ist ernst. Wir alle nehmen sie ernst. In diesem Sinne haben wir im Präsidium diskutiert.“ CDU-Chef Armin Laschet fand klare Worte. „Es kann kein ‚Weiter So‘ geben.“ Er fordert klare Konzepte aus dem Lockdown sowie effiziente Verhandlungen der Länderchefs und der Kanzlerin. Mit einem umfassenden Beteiligungsprogramm startet die CDU darüber hinaus ihre Programmdebatte zur Bundestagswahl.

      Wege aus dem Lockdown

      Der CDU-Vorsitzende fordert drei Schritte: Erstens, Kontakte herunterfahren. Zweites, eine Teststrategie mit Anreizen zum Testen, z. B. durch Testpflicht für Geschäftsbesuche. Drittens, konsequentes Impfen: „Wir brauchen mehr Flexibilität, damit an den Ostertagen rund um die Uhr geimpft werden kann.“ Entscheidend für kurzfristige Erfolge sei, „dass jetzt alle die Notbremse umsetzen.“

      Armin Laschet: „Ich bin für jeden Vorschlag des Bundes und der Kollegen aus den Ländern offen, was wir noch besser machen können.“

      Chaperon 0M8A3090 Foto: CDU/Laurence Chaperon

      Ministerpräsidenten-Konferenz (MPK) in Präsenz

      Laschet kritisierte endlose Verhandlungen, stundenlanges Sitzen vor Monitoren und „Durchstechen“ von Informationen in den Sitzungen der Landeschefs mit der Kanzlerin. „Deshalb schlagen wir vor, dass die nächste MPK in Präsenz tagt.“ Ziel ist ein persönliches Zusammenkommen, ähnlich den Sitzungen des Deutschen Bundestages. Laschet fordert: Der Teilnehmer-Kreis soll wieder beschränkt werden. Die Vorlagen müssen besser vorbereitet sein. „Wir alle – Bund und Länder – müssen besser werden in der Krise. Wir müssen weg vom Mikromanagement.“ Wechselseitige Schuldzuweisungen darf es nicht mehr geben. „Die Bürger erwarten, dass alle Ebenen – Bund, Länder und Kommunen – ihre Aufgaben leisten.“

      Beteiligungsprogramm startet

      „Wir werden morgen den Beteiligungsprozess zur Bundestagswahl starten“, bekräftigte Laschet. Nach der Krise sei ein Neustart nötig. „Wir müssen die Schwachstellen, die jetzt erkennbar werden, aufdecken und besser werden in der Digitalisierung. Und wir müssen lernen, dass wir mit mehr Bürokratie die Probleme des Landes nicht lösen." Diese in der Pandemie offensichtlich gewordenen strukturellen Probleme will die CDU möglichst schnell angehen.

      Der Investitionsschub nach der Krise soll aber auch in anderen Bereichen wirken. So müsse klar werden, wie wir wirksamen Klimaschutz mit einem starken Industriestandort vereinen. „Das ist etwas, wozu die Union die besten Konzepte hat.“ Die CDU werde den Kampf ums Kanzleramt annehmen, so Laschet. „Wir werden darum kämpfen, dass es nicht zu einer rot-rot-grünen Bundesregierung kommt.“

      Laschet bekennt sich zum gemeinsamen europäischen Vorgehen in der Pandemie: „Wir lernen in diesen Tagen, dass wir mehr Europa brauchen.“ Aber Corona habe auch gezeigt, was in der EU zu verbessern ist: Abhängigkeiten verringern, Autarkie stärken, Kooperation über Grenzen hinweg ausbauen und die Effizienz verbessern. Man müsse die Frage beantworten: „Warum war Europa nicht so gut, wie andere in der Welt?“ und die gefundenen Ursachen dann angehen.

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